Social Media Marketing für Kanzleien und Rechtsanwälte
Dieser Beitrag behandelt, wie wir Kanzleien und Rechtsanwälte als Mandanten im Marketing begleiten, nicht rechtliche Fragen rund um Nutzungsrechte im Content selbst. Wer sich für Lizenzfragen bei Bild- und Videomaterial interessiert, findet dazu einen eigenen Beitrag zu Creative Commons. Hier geht es ausschließlich um Marketing für die Rechtsbranche selbst.
Besonderheiten im Kanzlei-Marketing
Rechtsanwälte und Kanzleien bewegen sich in einem Berufsfeld mit eigenen Regeln für Werbung und Außendarstellung:
- Berufsrechtliche Vorgaben für anwaltliche Werbung
- Hoher Anspruch an Seriosität und Korrektheit
- Spezialisierung und Fachanwaltstitel schaffen Vertrauen
- Unterschiedliche Zielgruppen: Privat und Wirtschaft
- Oft lokale statt bundesweite Mandantengewinnung
Content, der Vertrauen aufbaut
Bei Kanzleien setzen wir bevorzugt auf erklärende, ratgeberartige Inhalte statt auf plakative Werbebotschaften.
Bewährt bei Mandantengewinnung: Ein kurzer Erklärbeitrag zu einer häufig gestellten Rechtsfrage bringt in der Praxis meist mehr echte Anfragen als eine klassische Imagekampagne der Kanzlei.
Diese Herangehensweise überschneidet sich in Teilen mit Marketing für Beratungsunternehmen.
- Erklärende statt plakative Inhalte
- Ratgeberformate schaffen Vertrauen
- Nähe zu Beratungsunternehmen-Marketing
Spezialisierung als Differenzierungsmerkmal
In einem Markt mit vielen Kanzleien wirkt eine klare Spezialisierung oft überzeugender als ein breites, aber unspezifisches Leistungsangebot.
- Klare Spezialisierung wirkt überzeugender
- Breites Angebot wirkt unspezifisch
- Differenzierung im vollen Markt
Mehrere Standorte einheitlich auftreten lassen
Kanzleien mit mehreren Standorten stehen vor der Frage, ob jeder Standort eine eigene Social-Media-Präsenz führen sollte oder ob eine zentrale Kanzleiseite ausreicht. In der Praxis hat sich eine Kombination bewährt: eine zentrale Präsenz für allgemeine Fachinhalte und Markenkommunikation, ergänzt durch standortbezogene Beiträge für lokale Themen, Veranstaltungen oder neue Anwältinnen und Anwälte vor Ort. So bleibt die Kanzlei als Ganzes erkennbar, ohne dass regionale Besonderheiten in einer einzigen, überregional ausgerichteten Kommunikation untergehen.
- Zentrale Präsenz für Fachinhalte
- Standortbezogene Beiträge ergänzend
- Kanzlei bleibt als Ganzes erkennbar
Bewertungen und Online-Reputation
Für viele potenzielle Mandanten sind Google-Bewertungen und Erfahrungsberichte inzwischen ein wichtiger Faktor bei der Kanzleiwahl, oft noch vor der eigentlichen Website.
- Google-Bewertungen beeinflussen Kanzleiwahl
- Oft wichtiger als eigene Website
- Erfahrungsberichte aktiv einholen
Plattformwahl je Zielgruppe
Für Wirtschaftskanzleien mit Fokus auf Unternehmensmandate eignet sich meist LinkedIn als Hauptkanal, während Kanzleien mit privaten Mandanten häufig über Instagram oder lokale Formate mehr erreichen.
- LinkedIn für Wirtschaftskanzleien
- Instagram für private Mandanten
- Plattform je Zielgruppe wählen
Verbindung zu weiteren Branchen
Rechtsberatung berührt häufig andere reglementierte Bereiche, etwa wenn Kanzleien auf Bildungseinrichtungen oder Finanzunternehmen spezialisiert sind.
- Berührungspunkte zu Bildungseinrichtungen
- Überschneidung mit Finanzunternehmen
- Reglementierte Bereiche verbinden sich
Redaktionsplanung für Kanzleien
Anders als in vielen anderen Branchen entstehen Themen für Kanzleien häufig reaktiv, etwa durch aktuelle Gesetzesänderungen oder Gerichtsurteile, die kurzfristig für Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig lässt sich ein Grundgerüst an wiederkehrenden, planbaren Inhalten aufbauen, etwa saisonale Themen wie die Steuererklärung im Steuerrecht oder Kündigungsfristen im Arbeitsrecht zum Jahreswechsel. Wir kombinieren deshalb einen festen Redaktionsplan mit flexiblen Slots für aktuelle rechtliche Entwicklungen, damit eine Kanzlei sowohl planbar als auch zeitnah auf relevante Ereignisse reagieren kann, ohne jede Woche komplett neue Themen finden zu müssen.
- Reaktive Themen durch Gesetzesänderungen
- Saisonale Wiederholthemen einplanen
- Fester Plan plus flexible Slots
Umgang mit Mandantengeheimnis in Kommentaren
Auch wenn Beiträge selbst allgemein gehalten sind, können in Kommentarspalten schnell konkrete Fragen zu individuellen Fällen auftauchen. Für Kanzleien braucht es hier klare Regeln, wie mit solchen Anfragen umgegangen wird, üblicherweise mit dem Hinweis, dass individuelle Rechtsberatung nicht öffentlich in Kommentaren erfolgen kann, verbunden mit einer Einladung zur persönlichen Kontaktaufnahme. Diese Trennung schützt sowohl die anfragende Person als auch die Kanzlei vor berufsrechtlichen Grauzonen und lenkt Interessenten gleichzeitig in einen geeigneteren Kontaktweg.
- Keine individuelle Rechtsberatung öffentlich
- Hinweis auf persönlichen Kontakt
- Schützt Anfragende und Kanzlei




















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