Influencer-PR: Earned Media durch Kooperationen mit Meinungsführern
Klassische Pressearbeit richtet sich an Journalisten, Influencer-PR erweitert diesen Gedanken auf eine neue Gruppe von Meinungsführern: Creator, Blogger und Social-Media-Persönlichkeiten mit eigener, engagierter Community. Ziel ist auch hier organische, glaubwürdige Sichtbarkeit statt reiner bezahlter Werbung, weshalb sich Blogger Relations und PR-Denken zunehmend überschneiden. Für Marken bedeutet das, klassische Pressearbeit und Influencer Marketing nicht mehr getrennt, sondern als gemeinsame Disziplin zu betrachten. Keine Zeit, dein Influencer Marketing selbst zu machen? Unsere Influencer Agentur übernimmt das für dich: Kontakt.
Was ist Influencer-PR? Definition und Bedeutung
Influencer-PR bezeichnet den strategischen Aufbau von Beziehungen zu Meinungsführern mit dem Ziel, unabhängige, glaubwürdige Erwähnungen einer Marke zu erhalten, statt diese ausschließlich über bezahlte Kooperationen einzukaufen. Die Grenze zwischen klassischem Influencer Marketing und Influencer-PR verläuft dabei über die Bezahlung: Während Influencer Marketing meist auf vergüteten Content setzt, zielt Influencer-PR auf freiwillige, redaktionell wirkende Empfehlungen ab.
Verschicke nicht wahllos Produkte an möglichst viele Accounts: Eine kleine, sorgfältig ausgewählte Gruppe passender Meinungsführer erzielt mehr echte, glaubwürdige Erwähnungen als ein breit gestreuter Massenversand.
Entscheidend für den Erfolg ist die inhaltliche Passung zwischen Marke und Meinungsführer. Nur wenn ein Thema tatsächlich zur Persönlichkeit und den Werten des Creators passt, wirkt eine Erwähnung glaubwürdig und wird von der eigenen Community als Authentizität wahrgenommen statt als bezahlte Anzeige.

Influencer-PR vs. klassisches Influencer Marketing
Beim klassischen Influencer Marketing steht meist ein bezahlter, vertraglich geregelter Deal im Zentrum, mit klaren Leistungen wie Postings, Stories oder Videos.
| Kriterium | Influencer Marketing | Influencer-PR |
|---|---|---|
| Bezahlung | Vertraglich geregelter Deal | Meist keine, höchstens Produktproben |
| Ansatz | Wie eine Werbebuchung | Wie klassische Medienarbeit mit Journalisten |
Influencer-PR setzt dafür auf eine langfristige Beziehungspflege, die eher der klassischen Medienarbeit mit Journalisten ähnelt als einem Werbebuchungsprozess.
Wie funktioniert Influencer-PR in der Praxis?
Der klassische Einstieg ist das Influencer Seeding: Produkte werden gezielt an ausgewählte Meinungsführer verschickt, ohne feste Gegenleistung zu verlangen, in der Hoffnung auf freiwillige, authentische Erwähnungen. Ergänzend bauen viele Unternehmen dauerhafte Corporate-Influencer-Programme auf, bei denen eigene Mitarbeitende regelmäßig glaubwürdig über die Marke berichten.
Erfolgsfaktoren und Risiken von Influencer-PR
Der größte Vorteil von Influencer-PR liegt in der hohen Glaubwürdigkeit gegenüber klassischer Werbung, das größte Risiko in der fehlenden Kontrolle über Inhalt und Timing der Erwähnung. Unternehmen sollten deshalb realistische Erwartungen setzen und Influencer-PR als ergänzenden, nicht als alleinigen Kanal betrachten.
Influencer-PR Schritt für Schritt aufbauen
Der Aufbau folgt typischerweise vier Schritten:
- Themen- und Werteanalyse – Meinungsführer finden, die inhaltlich zur Marke passen, statt nur nach Reichweite zu filtern
- Erster unverbindlicher Kontakt – oft über Produktproben ohne feste Gegenleistung
- Langfristige Beziehung – ähnlich wie im B2B-Influencer-Marketing auf LinkedIn
- Skalierung – auf mehrere Meinungsführer, sobald der erste Ansatz nachweislich funktioniert
Häufige Fehler bei Influencer-PR
In der Praxis wiederholen sich vor allem diese Fehler:
- Auswahl nach Followerzahl – ohne die inhaltliche Passung zur Marke zu prüfen
- Zu starker Einfluss auf den Inhalt – die Botschaft wirkt dann wie ein bezahlter Deal
- Vermischung mit Thought-Leadership – ohne Unterschiede in Erwartung und Tonalität zu beachten
- Fehlendes Social Listening – negative Reaktionen der Community werden spät oder gar nicht bemerkt

















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