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KFC: How KFC Became FCK – Krisenmarketing UK Ireland YouTube

Konsumgüter/Food PR-Stunt Humor/Viral

Wie ein leerer Eimer zur stärksten Krisenreaktion des Jahres wurde

Als KFC 2018 in Großbritannien und Irland fast alle Filialen wegen Hühnerlieferausfällen schließen musste, wurde aus einer PR-Katastrophe eine Meisterklasse in Krisenhumor. Ein Zeitungsinserat mit dem Aufdruck FCK auf einem leeren Hühnereimer – selbstironisch, ehrlich, unvergesslich.

Das Social Asset

KPIs & Ergebnisse

Pressereichweite797 Mio. kombiniert
Presseartikel700+ weltweit
Cannes Lions3 Gold + 1 Silber
Grand PrixMarketing New Thinking Award 2018

Die strategische Ausgangslage

Im Februar 2018 stand KFC in Großbritannien und Irland vor einer beispiellosen Krise: Ein Lieferantenwechsel führte dazu, dass hunderte Filialen wochenlang kein Hähnchenfleisch vorrätig hatten und schließen mussten. Für eine Fast-Food-Marke, deren gesamtes Markenversprechen auf gebratenem Hähnchen basiert, war dies nicht nur ein logistisches Desaster, sondern eine ernste Bedrohung für das Markenvertrauen. Die zentrale Frage lautete: Wie kommuniziert man eine solche Panne ehrlich und glaubwürdig, ohne die Markentreue der Stammkunden dauerhaft zu beschädigen?

Das kreative Konzept

Anstatt die Krise kleinzureden oder hinter Corporate-Sprache zu verbergen, wählte KFC einen mutigen, selbstironischen Ansatz. Das Kreativteam gestaltete eine Entschuldigungsanzeige, auf der der KFC-Eimer mit umgestellten Buchstaben als FCK zu lesen war — ein verschleiertes Schimpfwort, das die eigene Frustration widerspiegelte. Diese Anzeige wurde mit einem aufrichtigen Entschuldigungstext kombiniert, der Humor, Bescheidenheit und Markenstimme in perfekter Balance vereinte. Der YouTube-Film verlängerte die Botschaft emotional und sorgte dafür, dass die Entschuldigung viral ging.

  • Anstatt die Krise kleinzureden oder hinter Corporate-Sprache zu verbergen, wählte KFC einen mutigen, selbstironischen Ansatz
  • Diese Anzeige wurde mit einem aufrichtigen Entschuldigungstext kombiniert, der Humor, Bescheidenheit und Markenstimme in perfekter Balance vereinte
  • Der YouTube-Film verlängerte die Botschaft emotional und sorgte dafür, dass die Entschuldigung viral ging

Wirkung und Learnings

Die Kampagne wurde international als Lehrbeispiel in Krisenmarketing gewürdigt und gewann zahlreiche Kreativpreise. Sie bewies, dass Authentizität und Selbstironie in Krisenzeiten deutlich wirkungsvoller sein können als klassische PR-Maßnahmen. Verbraucher honorierten die Offenheit der Marke, und die öffentliche Wahrnehmung kippte von Empörung in Sympathie. Das zentrale Learning: Wer in einer Krise mit echter Haltung und kreativem Mut kommuniziert, kann aus einem Rückschlag einen nachhaltigen Reputationsgewinn machen.

  • Die Kampagne wurde international als Lehrbeispiel in Krisenmarketing gewürdigt und gewann zahlreiche Kreativpreise
  • Sie bewies, dass Authentizität und Selbstironie in Krisenzeiten deutlich wirkungsvoller sein können als klassische PR-Maßnahmen
  • Verbraucher honorierten die Offenheit der Marke, und die öffentliche Wahrnehmung kippte von Empörung in Sympathie

Was Marketer daraus lernen können

  1. Ehrlichkeit entwaffnet Kritiker: Eine aufrichtige, humorvolle Entschuldigung dreht negative Berichterstattung schneller um als jedes Statement
  2. Markencharakter zeigt sich in der Krise: Der Ton in schwierigen Momenten prägt die Markenwahrnehmung stärker als jede positive Kampagne
  3. Selbstironie als Differenzierung: Wer sich selbst auf den Arm nehmen kann, wirkt menschlicher und sympathischer als jeder Wettbewerber