Whiskas: Kitten Kollege – Virales YouTube-Marketing
Von der Werbung zur eigenen YouTube-Serie für Katzenbesitzer
Whiskas erfand mit Kitten Kollege das Katzenfutter-Entertainment neu — eine eigenständige YouTube-Serienplattform, die 39 Millionen Views generierte und 25 Prozent aller britischen Katzenbesitzer erreichte. Kein Werbespot, sondern eine Serienwelt, die Katzenbesitzer wirklich wollten.
Das Social Asset
KPIs & Ergebnisse
Whiskas: Marke & Marktposition
Whiskas ist eine der bekanntesten Katzenmarken weltweit und gehört zum Mars-Konzern. Das Unternehmen dominiert in zahlreichen Märkten das Nassfutter-Segment für Katzen und hat über Jahrzehnte eine starke emotionale Bindung zu Katzenhalterinnen und -haltern aufgebaut. Die lila Marke steht für Verlässlichkeit, Katzenwohl und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Im digitalen Zeitalter sieht sich Whiskas mit einer herausfordernden Realität konfrontiert: Der Katzen-Content auf YouTube und sozialen Plattformen ist massiv – und organisch. Whiskas muss in einem Umfeld kommunizieren, in dem putzige Katzenmemes gratis Milliarden Klicks generieren. Die Antwort darauf war kreativ und konsequent.
- Whiskas ist eine der bekanntesten Katzenmarken weltweit und gehört zum Mars-Konzern
- Die lila Marke steht für Verlässlichkeit, Katzenwohl und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier
- Whiskas muss in einem Umfeld kommunizieren, in dem putzige Katzenmemes gratis Milliarden Klicks generieren
Die Kampagne: Kitten, Lernformat, Tutorials, Niedlichkeit, YouTuber-Sprache
Kitten Kollege ist eine YouTube-Contentmarke von Whiskas, die sämtliche Klischees der Plattform mit Humor bricht. Ein junges Kätzchen „erklärt“ in Tutorial-Videos alltagsrelevante Themen – vom Umgang mit Menschen bis zur Kunst des Schlafens. Der Tonfall imitiert bewusst den locker-persönlichen Stil erfolgreicher YouTube-Creator und erzeugt so eine natürliche Passform mit der Plattformkultur.
Die Kampagne nutzt das verbreitetste Phänomen des Internets – Katzen-Videos – und verleiht ihm eine Markenstruktur. Jede Episode ist kurz, überschaubar und auf Wiedersehen ausgelegt: Zuschauer abonnieren den Kanal, weil sie mehr von dem Kitten sehen wollen, nicht weil sie Whiskas-Fans sind. Die Marke tritt in den Hintergrund und der Content in den Vordergrund.
Diese Strategie – Content first, Brand second – ist die fortschrittlichste Form des YouTube-Marketings. Whiskas baute organische Reichweite auf, die bezahlter Werbung qualitativ überlegen ist, weil das Publikum freiwillig und mit echter Begeisterung kommt.
- Kitten Kollege ist eine YouTube-Contentmarke von Whiskas, die sämtliche Klischees der Plattform mit Humor bricht
- Ein junges Kätzchen „erklärt“ in Tutorial-Videos alltagsrelevante Themen – vom Umgang mit Menschen bis zur Kunst des Schlafens
- Der Tonfall imitiert bewusst den locker-persönlichen Stil erfolgreicher YouTube-Creator und erzeugt so eine natürliche Passform mit der Plattformkultur
Psychologie: Warum es funktioniert
Das Internet hat Katzen zu einem emotionalen Universalphänomen gemacht. Bilder und Videos von Katzen reduzieren nachweislich Stresshormone und verbessern die Stimmung. Whiskas zapft diese biologisch verankerte Reaktion an: Wer das Kitten süß findet, ist in einem positiven emotionalen Zustand – und verknüpft diesen Zustand mit der Marke.
Das Tutorial-Format addiert eine kognitive Dimension: Nutzer haben auf YouTube eine Lernerwartung. Indem Kitten Kollege dieses Format parodiert, entsteht Meta-Humor, der besonders medienaffine Zuschauer anspricht. Die Kombination aus Emotion (Niedlichkeit), Humor (Format-Parodie) und Serialität (Kanalstruktur) erzeugt maximale Bindung bei minimaler Werbeskepsis.
- Das Internet hat Katzen zu einem emotionalen Universalphänomen gemacht
- Bilder und Videos von Katzen reduzieren nachweislich Stresshormone und verbessern die Stimmung
- Das Tutorial-Format addiert eine kognitive Dimension: Nutzer haben auf YouTube eine Lernerwartung
Was Marketer daraus lernen können
- Branded Content schlägt Werbung bei Loyalität: Wer echten Mehrwert für die Zielgruppe produziert, bindet sie langfristig stärker als jeder 30-Sekunden-Spot
- Mobile-First als Pflicht: Überdurchschnittliche Engagement-Metriken entstehen nur, wenn das Format zum Nutzungskontext passt
- Pilotieren und skalieren: UK-Erfolg erst beweisen, dann 20 Länder rollout — das reduziert Risiko und maximiert globale Wirkung
4.9 / 5.0