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Relaunch: Website-Relaunch planen, migrieren und absichern

Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design, er betrifft Struktur, Inhalte, Technik und oft auch die gesamte Domain einer Website. Je größer die Website und je mehr Abteilungen beteiligt sind, desto wichtiger wird eine klare Verantwortlichkeit für jeden einzelnen Schritt. Wird dabei die Sitemap vergessen oder die Robots.txt falsch übernommen, drohen Sichtbarkeitsverluste, die sich erst Wochen später zeigen. Wer ausschließlich die SEO-Seite eines Relaunches vertiefen will, findet Details in unserem Beitrag SEO-Relaunch, hier geht es um den gesamten Prozess.

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Planung vor dem eigentlichen Relaunch

Am Anfang steht eine vollständige Bestandsaufnahme der bestehenden Website, sonst werden im späteren Prozess häufig Seiten übersehen, die eigentlich erhalten bleiben sollten.

Was in die Bestandsaufnahme gehört

Drei Fragen klären, welche Seiten und Beteiligten wirklich wichtig sind:

  • Bestehende Seiten – welche existieren aktuell überhaupt
  • Traffic-Quellen – welche Seiten davon tatsächlich Besucher bringen
  • Stakeholder – wer betroffen ist, von Marketing über IT bis zum Kundenservice

Genauso wichtig ist eine vollständige URL-Liste der alten Website, denn wer sie nicht hat, vergisst fast zwangsläufig Weiterleitungen und verliert dadurch Rankings, die vorher jahrelang gehalten haben.

Zeitplan und Stakeholder früh einbinden

Zur Planung gehört zudem ein realistischer Zeitplan mit Puffer für Tests, denn Migrationen laufen selten exakt nach erstem Entwurf. Wer Stakeholder aus Marketing, IT und Kundenservice früh einbindet, vermeidet, dass wichtige Anforderungen erst kurz vor dem Livegang auftauchen.

Ein klar dokumentierter Entscheidungsprozess hilft zusätzlich dabei, spätere Rückfragen zu einzelnen Entscheidungen schnell zu klären, statt Wochen nach dem Livegang erneut zu diskutieren, warum bestimmte Seiten entfernt wurden.

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Migration von Inhalten und Struktur

Beim eigentlichen Umzug werden Inhalte, Bilder und Datenbankstrukturen in das neue System übertragen, oft verbunden mit einem neuen Redesign und einer veränderten Seitenstruktur. Auch bestehende interne Verlinkungen und Kategorien sollten dabei nicht einfach kopiert, sondern auf ihre heutige Relevanz hin überprüft werden.

Ein Content Audit vor der Migration entscheidet, was mitkommt, was gekürzt wird und was ersatzlos wegfällt.

Ein Content Audit vor der Migration zeigt, welche Inhalte überhaupt migriert werden müssen, welche gekürzt werden sollten und welche ersatzlos entfernt werden können. Auf dieser Grundlage lässt sich die neue Seitenstruktur gezielt gegen die alte spiegeln, statt sie eins zu eins zu übernehmen, und Bilder samt Metadaten lassen sich in einem Zug mit übertragen.

Parallel zur technischen Migration lohnt sich ein Blick auf bestehende Backlinks von externen Seiten, damit besonders wertvolle Verweise gezielt auf die passenden neuen Zieladressen umgeleitet werden.

Häufige Fehler bei einem Relaunch

Viele Probleme nach einem Relaunch entstehen nicht durch das neue Design selbst, sondern durch Kleinigkeiten, die im Trubel des Livegangs übersehen werden.

  • Fehlende Weiterleitungen – alte URLs verweisen ins Leere
  • Blockierte Verzeichnisse – versehentlich per robots.txt gesperrt
  • Vergessene Analytics-Einbindung – Daten fehlen nach dem Livegang
  • Nicht angepasste interne Links – zeigen noch auf alte Zieladressen

Ein strukturierter Testlauf auf einer nicht öffentlichen Testumgebung, bevor die neue Website tatsächlich live geht, deckt die meisten dieser Fehler frühzeitig auf. Eine einfache Checkliste, die vor dem Livegang gemeinsam von Technik und Redaktion durchgegangen wird, reduziert das Risiko erheblich, ohne den gesamten Prozess zusätzlich zu verlangsamen.

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Technische Absicherung nach dem Livegang

Direkt nach dem Livegang braucht die neue Website besondere Aufmerksamkeit: Page Speed muss gegen die alte Version geprüft werden, Weiterleitungen müssen stichprobenhaft getestet werden und Suchmaschinen brauchen aktuelle Signale über die neue Struktur.

Erst ein stabiler Zeitraum ohne neue Fehlermeldungen signalisiert, dass der Relaunch technisch tatsächlich abgeschlossen ist, nicht schon der Klick auf „veröffentlichen“.

Die ersten Wochen engmaschig beobachten

Wer die ersten Wochen nach dem Relaunch besonders engmaschig beobachtet und das Monitoring bewusst verstärkt, erkennt Abweichungen von der bisherigen Sichtbarkeit frühzeitig und kann gezielt nachsteuern, statt erst nach einem deutlichen Rückgang zu reagieren.

Relaunch: Die häufigsten Fehler nach dem Livegang

Neben fehlenden Weiterleitungen gehört eine unsauber übernommene URL-Struktur zu den teuersten Fehlern nach einem Relaunch. Wenn sich das Schema kompletter Adressen ändert, ohne dass jede alte URL gezielt auf ihr neues Gegenstück verweist, verlieren selbst starke, gut rankende Seiten ihre bisherige Position.

Ein weiterer Klassiker betrifft die technische Basis insgesamt: Wird im Zuge des Relaunches gleichzeitig das komplette System gewechselt, sollte die technische SEO von Anfang an Teil des Projektplans sein und nicht erst als nachträglicher Prüfschritt kurz vor dem Livegang auftauchen. Systemwechsel und Relaunch gehören von Beginn an zusammen gedacht, sonst rächt sich das genau in dem Moment, in dem am wenigsten Zeit für Korrekturen bleibt.

Relaunch-Erfolg mit Daten belegen

Ob ein Relaunch tatsächlich erfolgreich war, zeigt sich nicht am Design allein, sondern an messbaren Kennzahlen vor und nach dem Livegang. Eine saubere Einrichtung von Google Analytics auf der neuen Website ist dafür Grundvoraussetzung, idealerweise mit einem klaren Vergleichszeitraum zur alten Version.

Ohne diesen Vergleich lässt sich kaum belegen, ob Rückgänge bei Traffic oder Rankings tatsächlich mit dem Relaunch zusammenhängen oder auf andere, unabhängige Ursachen zurückgehen.

Über den Autor Chefredaktion
Stephan M. Czaja

Unternehmer, Nerd und Coder mit Liebe für Marketing, Ads, Creatives und Kampagnen. Schreibe, seit ich denken kann — über alles, was zählt.

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