Außenwerbung buchen: Ströer, Wall, Hygh — OOH Formate, Preise und Strategie

Außenwerbung erreicht in Deutschland täglich über 60 Millionen Menschen — bei einem TKP, der günstiger ist als Facebook Ads. Keine Zeit, deine Außenwerbung-Kampagne selbst zu machen? Unsere Außenwerbung Agentur übernimmt das für dich: Kontakt.

Ströer, Wall und Hygh dominieren den deutschen OOH-Markt. Wer OOH falsch bucht, verbrennt Budget an der falschen Fläche zur falschen Zeit. Wer OOH dagegen mit digitalen Kanälen verzahnt, holt spürbar mehr aus jedem eingesetzten Euro heraus.

Ströer, Wall, Hygh im Vergleich

Der deutsche OOH-Markt ist stark konsolidiert: Drei Anbieter kontrollieren den Großteil der verfügbaren Werbeflächen und unterscheiden sich in Reichweite, Buchungsmodell und Zielgruppe grundlegend voneinander.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • OOH-Großfläche erreicht 1.000 Kontakte ab 1 Euro TKP — günstiger als jede Social-Media-Plattform
  • Hygh-Kampagne: ab 500 Euro, online buchbar, live in 24 Stunden, kein Sales-Team nötig
  • Klassische Plakatwerbung ist nicht per se teuer: Eine lokale Großflächen-Kampagne startet ab 3.000 Euro netto, nur das Megaboard kostet bis zu 20.000 Euro pro Woche
  • OOH ohne digitale Verlängerung verschenkt Reichweite: Instagram-Conversion Rates steigen während laufender OOH-Kampagnen nachweislich

Ströer: Marktführer mit Programmatik-Option

Ströer ist der unangefochtene Marktführer. Das Kölner Unternehmen betreibt über 300.000 Werbeträger in ganz Deutschland — von klassischen Großflächen über City-Light-Poster bis zu mehr als 25.000 digitalen Screens. Programmatische Buchungen laufen über die eigene DSP-Plattform, damit ist Ströer der einzige klassische OOH-Vermarkter mit einer vollständig datengesteuerten Buchungsoption. Für nationale Awareness-Kampagnen führt an Ströer kaum ein Weg vorbei.

Wall: Premium-Positionen in Großstädten

Wall gehört zum französischen Konzern JCDecaux und konzentriert sich auf hochwertige Premiumflächen in urbanen Lagen. Die Stärke liegt eindeutig in Berlin, Hamburg und München: City-Light-Säulen, Großflächenplakate an A-Standorten und digitale Screens in Bahnhöfen bilden das Kernportfolio. Gebucht wird über dedizierte Account-Manager, meist mit entsprechenden Mindestbudgets. Wer Image vor reine Reichweite stellt, ist bei Wall richtig aufgehoben.

Hygh: Self-Service für Einsteiger

Hygh ist das jüngste und digital-nativste Modell am Markt. Das Berliner Start-up betreibt ein vollständig digitales DOOH-Netzwerk und erlaubt Self-Service-Buchungen per Kreditkarte — ein Ablauf, der eher an Google Ads erinnert als an klassische OOH-Buchung. Besonders spannend für Marken, die kleinteilig testen, schnell reagieren oder mit begrenztem Budget in einzelnen Stadtteilen präsent sein wollen. Kampagnen gehen in 24 Stunden live.

Zum direkten Vergleich:

Anbieter Reichweite Stärken Buchungsmodell
Ströer Bundesweit, 300.000+ Flächen Marktführer, breites Portfolio, programmatisch Sales-Team + DSP-Plattform
Wall (JCDecaux) Großstädte, Premium-Standorte Hohe Qualität, urbane Lagen, Bahnhöfe Sales-Team, Mindestbudgets
Hygh Städtische Kieze, wachsend Self-Service, kleinteilig, günstig einstiegbar Online Self-Service-Plattform
Praxis-Tipp: Wer OOH zum ersten Mal testet, beginnt am besten mit Hygh — 500 Euro Budget, eine Stadt, zwei Wochen Laufzeit reichen für einen ersten validen Eindruck. Die Learnings aus diesem Test (welche Motive funktionieren, welche Stadtteile, welcher Tageszeit-Mix) fließen dann in die nächste Buchung bei Ströer ein, wenn du gezielt skalieren willst. Der Umweg über den kleinen Test spart am Ende bares Geld und verhindert teure Fehlbuchungen bei Premiumflächen.

Wer OOH als Teil einer integrierten Kampagnenstrategie denkt, findet im Artikel zu Full-Service Marketing: TV, Streaming, OOH und Social Media als integrierte Kampagne einen direkten Anschluss — inklusive Budgetverteilung über Kanäle.

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OOH-Formate im Überblick

Außenwerbung ist kein monolithisches Medium — die Formatvielfalt ist erheblich, und jedes Format bringt eigene Stärken, Einschränkungen und Preisstrukturen mit, vom klassischen Großflächenplakat bis zum digitalen DOOH-Screen.

Klassische Print-Formate

Das Großflächenplakat (18/1-Format, 3,56 m × 2,52 m) ist das Arbeitspferd der Außenwerbung. Es steht an Hauptverkehrsstraßen, in Gewerbegebieten und an Stadträndern und kostet 200 bis 600 Euro pro Fläche und Woche. Gebucht wird die Fläche exklusiv — kein geteilter Slot, kein Werbemix.

Geotargeting macht solche Buchungen zunehmend hyper-lokal planbar. Wie sich regionaler Radius, lokale Suchmaschinen und standortbasierte Werbung dabei kombinieren lassen, zeigt diese Infografik.

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City-Light-Poster (CLP, 1,19 m × 1,75 m) stehen an Bushaltestellen, in Fußgängerzonen und Einkaufsbereichen. Sie sind hinterleuchtet und dadurch auch nachts gut sichtbar — Preise liegen zwischen 150 und 400 Euro pro Fläche und Woche. Das runde Säulenplakat (16/1) funktioniert ähnlich und steht auf Plätzen und in Fußgängerzonen, schon ab 100 Euro pro Woche.

Megaboards und Großflächen-Specials bilden die Königsklasse: Flächen von 12 m × 4 m oder größer an zentralen Knotenpunkten, geeignet für Launches, Events oder Rebranding-Momente. Wer hier bucht, zahlt 2.000 bis über 20.000 Euro pro Woche.

DOOH: Digital Out-of-Home

Digitale DOOH-Screens ermöglichen dynamische Inhalte, Tageszeit-Targeting und sofortige Änderungen am Motiv. Ströer betreibt aktuell mehr als 25.000 digitale Screens in Deutschland — ein Netzwerk, das mittlerweile größer ist als das mancher Nachbarländer insgesamt. Die Ausspielung erfolgt per Slot: Gebucht wird keine exklusive Fläche, sondern ein Zeitfenster innerhalb eines rotierenden Werbemixes. Das drückt den Einstiegspreis, senkt aber auch die Kontaktfrequenz pro Kampagne.

Format Maße (ca.) Typischer Standort Preisspanne / Woche
Großflächenplakat (18/1) 3,56 m × 2,52 m Hauptstraßen, Peripherie 200 – 600 €
City-Light-Poster (CLP) 1,19 m × 1,75 m Haltestellen, Fußgängerzonen 150 – 400 €
Megaboard / Special ab 12 m × 4 m Knotenpunkte, Innenstädte 2.000 – 20.000+ €
DOOH Screen (Slot) variabel Bahnhöfe, Einkaufszentren, Straße ab 300 € / Kampagne
Säulenplakat (16/1) 1,19 m × 1,75 m (rund) Plätze, Fußgängerzonen 100 – 300 €

Der entscheidende Unterschied bleibt derselbe wie bei jeder Buchungsentscheidung: Bei klassischen Plakaten sicherst du dir die gesamte Fläche exklusiv, bei DOOH teilst du sie im Slot-Rotation-Modell mit anderen Werbetreibenden. Das ist kein Nachteil, solange die Kontaktfrequenz entsprechend eingeplant wird.

Praxis-Tipp: Für DOOH-Creatives gilt eine eiserne Regel — maximal 6 Sekunden Schleife, kein Text über 5 Wörter, dominantes visuelles Element. Was auf Instagram als Carousel funktioniert, scheitert auf dem Screen am Bahnhof. Wer DOOH-Motive einfach aus Social-Media-Content recycelt, verliert Wirkung. Separate Kreation für OOH ist kein Luxus — es ist Voraussetzung.

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Preise und Budgetplanung

OOH-Werbung hat den Ruf, teuer zu sein — das stimmt für Megaboards an der Frankfurter Zeil, aber eben nicht pauschal. Mit realistischer Planung sind spürbare Kampagnen schon ab 5.000 Euro möglich, wie ein Blick auf TKP-Vergleich, lokale Richtwerte und Produktionskosten zeigt.

TKP-Vergleich: OOH schlägt Social Media

Die entscheidende Kennzahl ist der TKP (Tausend-Kontakt-Preis): Er beschreibt, was es kostet, 1.000 Personen mit einer Werbebotschaft zu erreichen. Im Vergleich zu anderen Medien schneidet OOH überraschend stark ab, besonders die klassische Großfläche.

Medium Durchschnittlicher TKP Bemerkung
OOH Großfläche 1 – 5 € Hohe Reichweite, passiv
DOOH Urban Screen 3 – 8 € Dynamisch, targetbar
Facebook/Instagram Ads 5 – 15 € Aktiv, targetierbar, messbar
YouTube Pre-Roll 6 – 12 € Video, skippable
TV Spot (national) 8 – 20 € Masse, wenig Targeting

Der TKP-Vorteil von OOH gegenüber Social Media ist real, vergleicht aber passive mit aktiven Kontakten. Ein Plakat sieht jemand beim Vorbeigehen, eine Instagram Ad klickt jemand bewusst an. Beide Kontaktqualitäten haben ihren Wert, sie sind nur nicht eins zu eins austauschbar — wer KPIs kanalübergreifend messen will, braucht ohnehin separate Benchmarks pro Kanal.

Richtwerte für lokale Kampagnen

Für eine lokale Kampagne in einer mittelgroßen Stadt (ab 150.000 Einwohnern) haben sich folgende Größenordnungen etabliert:

Kampagnentyp Umfang Kosten (netto)
Großflächenplakate 10 Flächen, 2 Wochen 3.000 – 6.000 €
City-Light-Poster 20 Flächen, 2 Wochen 3.000 – 8.000 €
DOOH-Kampagne über Hygh Einstiegspaket ab 500 €
Premium-Standort (Großbahnhof, Megaboard) 1 Woche 5.000 – 25.000 €

Hinzu kommen Produktionskosten: Ein Druckplakat kostet je nach Auflage und Format 20 bis 150 Euro pro Stück. DOOH-Creatives sind reine Dateien ohne Druckkosten, dafür mit höheren Kreationskosten, sobald Animationen gefragt sind — für eine professionelle DOOH-Kreation solltest du 500 bis 2.000 Euro als Agenturleistung einplanen.

Alle genannten Preise sind Nettowerte: Agenturprovision (10–15 %) und MwSt. kommen hinzu. Bei Buchungen über Mediaagenturen gibt es dafür oft rabattierte Paketpreise, die den Aufpreis wieder ausgleichen.

Wer OOH-Budget neben TV und Streaming plant, findet im Artikel zu TV-Werbung: Spot-Produktion, Buchung und Kosten direkt vergleichbare Budgetstrukturen — inklusive der Frage, wann OOH TV schlägt.

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Buchungsprozess Schritt für Schritt

Die Buchung von Außenwerbung läuft grundlegend anders als das Schalten von Social-Media-Ads: Es gibt keine Schaltfläche, die in Sekunden eine nationale Kampagne aktiviert, zumindest nicht bei den klassischen Formaten. Klassische Vermarkter brauchen Vorlauf, Hygh funktioniert dagegen vollständig digital.

Der klassische Buchungsweg (Ströer / Wall)

Schritt 1 — Briefing erstellen

Definiere Ziel, Zielgruppe, Laufzeit, Budget und gewünschte Städte. Je konkreter das Briefing, desto schneller kommt ein passendes Angebot. Vorlaufzeit einplanen: 4 bis 8 Wochen vor Kampagnenstart.

Schritt 2 — Vermarkter kontaktieren

Ströer und Wall haben dedizierte Account-Manager für Direkt- und Agenturkunden. Der erste Kontakt läuft telefonisch oder per E-Mail über die jeweiligen Sales-Teams.

Schritt 3 — Media-Plan prüfen

Du erhältst einen Vorschlag mit konkreten Standorten, Reichweitenschätzungen und Preisen. Prüfe: Stimmt die Lage mit deiner Zielgruppe überein? Frequenz? Umfeld?

Schritt 4 — Kreation vorbereiten

Klassische Druckdaten meist als PDF/X-4 mit mindestens 300 dpi. DOOH: MP4 oder statische JPEGs je nach Anbieter — immer die technischen Specs beim Vermarkter anfragen.

Schritt 5 — Materialdeadline einhalten

Nach Vertragsunterzeichnung gilt eine harte Deadline — meist 5 bis 10 Werktage vor Kampagnenstart. Wer sie verpasst, verschiebt den Launch.

Schritt 6 — Proof of Posting

Ströer und Wall liefern nach der Kampagne Fotos der ausgehängten Motive. DOOH-Anbieter liefern digitale Impression-Reports.

Der digitale Weg über Hygh

Bei Hygh funktioniert der gesamte Prozess online. Screens auswählen, Zeiträume und Tageszeiten definieren, Motiv hochladen, mit Kreditkarte bezahlen — live in 24 Stunden. Kein Sales-Team, kein Mindestbudget, kein Warten auf Angebote. Das macht Hygh zum idealen Kanal für erste OOH-Tests und kurzfristige Aktionen.

Praxis-Tipp: Beliebte Flächen in Premiumlagen sind oft Monate im Voraus ausgebucht — besonders rund um Weihnachten, Stadtfeste oder Sportevents. Wer eine OOH-Kampagne zur Black Week oder zum EM-Finale plant, bucht mindestens 10 bis 12 Wochen vorher. Wer spontan auf ein Thema reagieren muss, nutzt DOOH: Bei Ströer reichen 10 bis 14 Werktage, bei Hygh 24 bis 48 Stunden.

Wer OOH als physische Verlängerung einer Messepräsenz oder eines Live-Events einsetzt, findet bei Messe-Agentur: Standkonzeption und digitale Verlängerung konkrete Synergieansätze zwischen Präsenz-Marketing und OOH-Buchung.

OOH und Digital verbinden

Außenwerbung allein erzeugt Awareness. Erst die Verknüpfung mit digitalen Kanälen macht daraus einen messbaren Funnel, von der Straße bis zur Conversion — über Geo-Retargeting, QR-Codes und zeitliche Synchronisation.

Der stärkste Hebel: OOH als Retargeting-Trigger

Die wirkungsvollste Kombination ist OOH als Awareness-Trigger und Social Media als Retargeting-Kanal. Jemand sieht das Plakat auf dem Weg zur Arbeit, sucht später auf Instagram nach der Marke und bekommt dort eine passende Ad ausgespielt. Diese Sequenz wirkt messbar stärker als jeder Kanal für sich allein — eine Berliner DTC-Marke etwa dokumentierte einen Anstieg der Instagram Conversion Rate um 22 % während einer laufenden DOOH-Kampagne, ohne die Ad selbst zu verändern.

Fünf konkrete Crossmedia-Techniken

Geo-Retargeting

Definiere in Meta Ads oder Google Ads Geofences rund um deine Plakatstandorte. Nutzer, die sich in diesen Zonen aufgehalten haben, werden digital re-adressiert — das funktioniert präzise bis auf Kiez-Ebene.

QR-Codes auf DOOH

Dynamische DOOH-Screens erlauben QR-Code-Integration. Sie sind messbar und ermöglichen den direkten Sprung vom Screen zur Landingpage — mit sauberem UTM-Tracking.

Branded Hashtags

Starte mit dem Plakatmotiv einen Hashtag-Push und begleite ihn auf TikTok und Instagram mit Creator-Content. Das Plakat gibt dem Hashtag physische Glaubwürdigkeit.

Zeitliche Synchronisation

Starte Social Ads am gleichen Tag wie die OOH-Kampagne. Die doppelte Kontaktfrequenz erhöht den Brand Recall nachweisbar.

UTM-Tracking parallel schalten

Alle Digital-Maßnahmen, die parallel zur OOH-Kampagne laufen, sollten eigene Campaign-UTMs bekommen. So lässt sich ein Traffic-Anstieg direkt mit dem OOH-Zeitraum korrelieren.

Wer diese Synergien ausschöpfen will, braucht kreative Linien, die auf beiden Kanälen funktionieren. Eine TikTok Agentur entwickelt den OOH-Claim plattformgerecht weiter — inklusive Creator-Brief für authentischen Content, der das Plakatmotiv aufgreift.

Influencer als OOH-Verstärker

Wenn ein Creator mit 200.000 Followern ein Selfie vor deinem Plakat postet und es organisch kursiert, entsteht Earned Media, die nicht eingekauft wurde. Das ist kein Zufall, sondern planbar: Die Zusammenarbeit mit einer Influencer Marketing Agentur macht genau diesen Moment reproduzierbar. Creator werden gebrieft, Standorte werden kommuniziert, und aus dem organischen Seeding-Effekt wird eine feste Kampagnenstrategie.

Wer OOH-Reichweite mit Event-Sponsoring kombiniert, findet in Event Sponsoring: Reichweite, Partner und ROI direkt anschlussfähige Strategien — inklusive der Frage, wann Sponsoring OOH schlägt.

Zielgruppen-Targeting bei OOH

Außenwerbung gilt vielen noch als Gießkanne, und für klassisches Print-OOH stimmt das größtenteils — DOOH hat das Targeting in den vergangenen Jahren dagegen fundamental verändert.

Was klassisches OOH leistet

Beim klassischen Plakat sind drei Targeting-Dimensionen möglich: standortbasiert (Umfeld Einkaufszentrum, Bahnhof, Schule), regional (Bundesland, Stadt, PLZ-Gebiet) und kontextbasiert (Plakat an Fitnessstudio = Sport-Affinität der Vorbeilaufenden). Das ist grob, aber bei hoher Frequenz sehr effektiv.

Was DOOH zusätzlich ermöglicht

Dayparting ist der mächtigste DOOH-Hebel: Kaffeewerbung morgens um 7 Uhr, Bier-Promotion ab 18 Uhr — am selben Screen, automatisch gesteuert. Dazu kommen Wetter-Trigger (Motiv wechselt bei Regen auf Regenjacke), Echtzeit-Daten (Live-Spielstände, Countdown-Timer) und programmatisches Targeting über DSP mit anonymisierten Mobilitätsdaten.

Targeting-Option Klassisches OOH DOOH
Regionale Steuerung
Standortumfeld
Tageszeit-Targeting
Wetter-Trigger
Audience-Segmente (mobil) Eingeschränkt ✓
Soziodemografisches Targeting Indirekt ✓ Eingeschränkt ✓

Die Grenze des DOOH-Targetings

DOOH-Targeting basiert in Deutschland auf anonymisierten, aggregierten Daten. Persönliches Tracking ist nicht erlaubt, und die Targeting-Qualität bleibt damit deutlich gröber als bei Social-Media-Ads. Wer Micro-Targeting auf Persona-Ebene sucht, ist auf Instagram, TikTok oder YouTube besser aufgehoben — OOH und DOOH bleiben Awareness-Instrumente, kein Performance-Kanal.

Die Reichweite von OOH-Kampagnen wird in Deutschland über das Gross Rating Point-System (GRP) gemessen. Mobilitätsdaten, Panel-Befragungen und Zähldaten fließen ein. Ströer und Wall stellen diese Kennzahlen im Rahmen der Mediaplanung zur Verfügung.

Praxis-Tipp: Wer DOOH mit programmatischem Targeting bucht, sollte Wetter-Trigger als ersten Test nutzen — nicht weil der Effekt am größten ist, sondern weil er sich am einfachsten sauber messen lässt. Schalte zwei identische Motive parallel, eines wettergetriggert, eines flat, und vergleiche anschließend die Impression-Reports. Meist zeigt sich die Differenz schon nach wenigen Tagen deutlich genug, um daraus eine Entscheidung für die nächste Kampagne abzuleiten.

Über den Autor Chefredaktion
Stephan M. Czaja

Unternehmer, Nerd und Coder mit Liebe für Marketing, Ads, Creatives und Kampagnen. Schreibe, seit ich denken kann — über alles, was zählt.