Außenwerbung buchen: Ströer, Wall, Hygh — OOH Formate, Preise und Strategie
Außenwerbung erreicht in Deutschland täglich über 60 Millionen Menschen — bei einem TKP, der günstiger ist als Facebook Ads.
Ströer, Wall und Hygh dominieren den Markt. Wer OOH falsch bucht, verbrennt Budget. Wer OOH mit digitalen Kanälen synchronisiert, verdoppelt die Wirkung.
Ströer, Wall, Hygh im Vergleich
Der deutsche OOH-Markt ist stark konsolidiert. Drei Anbieter decken den Großteil der verfügbaren Werbeflächen ab — mit grundlegend unterschiedlichen Stärken.
- OOH-Großfläche erreicht 1.000 Kontakte ab 1 Euro TKP — günstiger als jede Social-Media-Plattform.
- Hygh-Kampagne starten: ab 500 Euro, online buchbar, live in 24 Stunden — kein Sales-Team nötig.
- Klassische Plakatwerbung ist nicht das teure Medium — das Megaboard kostet bis zu 20.000 Euro pro Woche, eine lokale Großflächen-Kampagne aber schon ab 3.000 Euro netto.
- OOH ohne digitale Verlängerung verschenkt Reichweite: Instagram-Conversion Rates steigen während laufender OOH-Kampagnen messbar — +22 % sind dokumentiert.
Die drei Hauptvermarkter unterscheiden sich in Reichweite, Buchungsmodell und Zielgruppe grundlegend — hier ein direkter Vergleich.
Ströer: Marktführer mit Programmatik-Option
Ströer ist der unangefochtene Marktführer. Das Kölner Unternehmen betreibt über 300.000 Werbeträger in ganz Deutschland — von klassischen Großflächen über City-Light-Poster bis zu mehr als 25.000 digitalen Screens. Ströer bietet programmatische Buchungen über die eigene DSP-Plattform und ist damit der einzige klassische OOH-Vermarkter mit vollständig datengesteuerter Buchungsoption. Für nationale Awareness-Kampagnen ist Ströer erste Wahl.
Wall: Premium-Positionen in Großstädten
Wall gehört zum französischen Konzern JCDecaux und fokussiert sich auf hochwertige Premiumflächen in urbanen Lagen. Die Stärke liegt in Berlin, Hamburg und München — City-Light-Säulen, Großflächenplakate an A-Standorten und digitale Screens in Bahnhöfen sind das Kernportfolio. Buchungen laufen über dedizierte Account-Manager mit entsprechenden Mindestbudgets. Marken, die Image vor Reichweite priorisieren, setzen auf Wall.
Hygh: Self-Service für Einsteiger
Hygh ist das jüngste und digital-nativste Modell. Das Berliner Start-up betreibt ein vollständig digitales DOOH-Netzwerk und erlaubt Self-Service-Buchungen per Kreditkarte — ähnlich wie Google Ads. Besonders interessant für Marken, die kleinteilig testen, schnell reagieren oder mit begrenztem Budget in spezifischen Stadtteilen präsent sein wollen. Kampagnen gehen in 24 Stunden live.
| Anbieter | Reichweite | Stärken | Buchungsmodell |
|---|---|---|---|
| Ströer | Bundesweit, 300.000+ Flächen | Marktführer, breites Portfolio, programmatisch | Sales-Team + DSP-Plattform |
| Wall (JCDecaux) | Großstädte, Premium-Standorte | Hohe Qualität, urbane Lagen, Bahnhöfe | Sales-Team, Mindestbudgets |
| Hygh | Städtische Kieze, wachsend | Self-Service, kleinteilig, günstig einstiegbar | Online Self-Service-Plattform |
Wer OOH als Teil einer integrierten Kampagnenstrategie denkt, findet im Artikel zu Full-Service Marketing: TV, Streaming, OOH und Social Media als integrierte Kampagne einen direkten Anschluss — inklusive Budgetverteilung über Kanäle.
- Ströer: 300.000+ Flächen, programmatisch buchbar
- Wall: Premiumstandorte in Berlin, Hamburg, München
- Hygh: Self-Service, ab 500 Euro, 24h live
- Ersttest immer mit Hygh, dann Ströer skalieren
OOH-Formate im Überblick
Außenwerbung ist kein monolithisches Medium. Die Formatvielfalt ist erheblich, und jedes Format hat eigene Stärken, Einschränkungen und Preisstrukturen.
Von klassischen Großflächenplakaten bis zu digitalen DOOH-Screens — jedes Format bedient andere Standorte, Budgets und Kampagnenziele.
Klassische Print-Formate
Das Großflächenplakat (18/1-Format, 3,56 m × 2,52 m) ist das Arbeitspferd der Außenwerbung. Es steht an Hauptverkehrsstraßen, in Gewerbegebieten und an Stadträndern. Kosten: 200 bis 600 Euro pro Fläche und Woche. Du buchst die Fläche exklusiv — kein geteilter Slot, kein Werbemix.
City-Light-Poster (CLP, 1,19 m × 1,75 m) befinden sich an Bushaltestellen, in Fußgängerzonen und Einkaufsbereichen. Sie sind hinterleuchtet und erzeugen auch nachts starke Sichtbarkeit. Preise: 150 bis 400 Euro pro Fläche und Woche. Das Säulenplakat (16/1) funktioniert ähnlich, ist rund und steht auf Plätzen und in Fußgängerzonen — ab 100 Euro pro Woche.
Megaboards und Großflächen-Specials sind die Königsklasse. Flächen von 12 m × 4 m oder größer an zentralen Knotenpunkten. Diese Formate eignen sich für Launches, Events oder Rebranding-Momente. Preise: 2.000 bis über 20.000 Euro pro Woche.
DOOH: Digital Out-of-Home
Digitale DOOH-Screens ermöglichen dynamische Inhalte, Tageszeit-Targeting und sofortige Änderungen. Ströer betreibt aktuell mehr als 25.000 digitale Screens in Deutschland. Die Ausspielung erfolgt per Slot — du buchst keine exklusive Fläche, sondern Zeitslots innerhalb eines rotierenden Werbemixes. Das drückt den Einstiegspreis, reduziert aber die Kontaktfrequenz pro Kampagne.
25.000+ digitale Screens — nur bei Ströer DOOH ist kein Nischenformat mehr: Allein Ströer betreibt in Deutschland mehr digitale Außenwerbeflächen als ganz Frankreich insgesamt verfügbar hat.
| Format | Maße (ca.) | Typischer Standort | Preisspanne / Woche |
|---|---|---|---|
| Großflächenplakat (18/1) | 3,56 m × 2,52 m | Hauptstraßen, Peripherie | 200 – 600 € |
| City-Light-Poster (CLP) | 1,19 m × 1,75 m | Haltestellen, Fußgängerzonen | 150 – 400 € |
| Megaboard / Special | ab 12 m × 4 m | Knotenpunkte, Innenstädte | 2.000 – 20.000+ € |
| DOOH Screen (Slot) | variabel | Bahnhöfe, Einkaufszentren, Straße | ab 300 € / Kampagne |
| Säulenplakat (16/1) | 1,19 m × 1,75 m (rund) | Plätze, Fußgängerzonen | 100 – 300 € |
Beachte den entscheidenden Unterschied: Bei klassischen Plakaten buchst du die gesamte Fläche exklusiv. Bei DOOH teilst du die Fläche mit anderen Werbetreibenden im Slot-Rotation-Modell. Das ist kein Nachteil — solange du das Modell kennst und die Kontaktfrequenz entsprechend planst.
- Großfläche: exklusiv, 200–600 Euro pro Woche
- DOOH: Slot-Rotation, ab 300 Euro Kampagneneinstieg
- Megaboard: bis 20.000 Euro, nur für Launches/Events
- DOOH-Creative: max. 6 Sekunden, max. 5 Wörter
Preise und Budgetplanung
OOH-Werbung hat den Ruf, teuer zu sein. Das stimmt für Megaboards an der Frankfurter Zeil — aber nicht pauschal. Mit der richtigen Planung sind spürbare Kampagnen ab 5.000 Euro möglich.
TKP-Vergleich, lokale Richtwerte und Produktionskosten zeigen, wie sich OOH-Budget realistisch kalkulieren lässt.
TKP-Vergleich: OOH schlägt Social Media
Die entscheidende Kennzahl ist der TKP (Tausend-Kontakt-Preis). Er beschreibt, was es kostet, 1.000 Personen mit einer Werbebotschaft zu erreichen. Im Vergleich zu anderen Medien schneidet OOH überraschend stark ab — besonders klassische Großflächen.
| Medium | Durchschnittlicher TKP | Bemerkung |
|---|---|---|
| OOH Großfläche | 1 – 5 € | Hohe Reichweite, passiv |
| DOOH Urban Screen | 3 – 8 € | Dynamisch, targetbar |
| Facebook/Instagram Ads | 5 – 15 € | Aktiv, targetierbar, messbar |
| YouTube Pre-Roll | 6 – 12 € | Video, skippable |
| TV Spot (national) | 8 – 20 € | Masse, wenig Targeting |
Der TKP-Vorteil von OOH ist real — aber er vergleicht passive Kontakte mit aktiven. Ein Plakat sieht jemand beim Vorbeigehen. Eine Instagram Ad klickt jemand an. Beide Kontaktqualitäten haben ihren Wert, sie sind nur nicht direkt austauschbar. Wer KPIs kanalübergreifend messen will, braucht separate Benchmarks pro Kanal.
Richtwerte für lokale Kampagnen
Für eine lokale Kampagne in einer mittelgroßen Stadt (ab 150.000 Einwohner) gelten folgende Richtwerte:
- 10 Großflächenplakate für 2 Wochen: ca. 3.000 – 6.000 Euro netto
- 20 City-Light-Poster für 2 Wochen: ca. 3.000 – 8.000 Euro netto
- DOOH-Kampagne über Hygh (Einstieg): ab 500 Euro
- Premium-Standort (Großbahnhof, Megaboard): 5.000 – 25.000 Euro pro Woche
Dazu kommen Produktionskosten: Ein Druckplakat kostet je nach Auflage und Format 20 bis 150 Euro pro Stück. DOOH-Creatives sind Dateien — keine Druckkosten, aber höhere Kreationskosten wenn Animationen benötigt werden. Kalkuliere für eine professionelle DOOH-Kreation 500 bis 2.000 Euro als Agenturleistung ein.
Alle genannten Preise sind Nettowerte Agenturprovision (10–15 %) und MwSt. kommen hinzu. Bei Buchungen über Mediaagenturen gibt es oft rabattierte Paketpreise, die den Aufpreis kompensieren.
Wer OOH-Budget neben TV und Streaming plant, findet im Artikel zu TV-Werbung: Spot-Produktion, Buchung und Kosten direkt vergleichbare Budgetstrukturen — inklusive der Frage, wann OOH TV schlägt.
- OOH-TKP: 1–5 Euro, günstiger als Social Media
- Lokale Kampagne ab 3.000 Euro netto möglich
- DOOH-Kreation: 500–2.000 Euro Agenturkosten einplanen
- Agenturprovision und MwSt. immer zusätzlich kalkulieren
Buchungsprozess Schritt für Schritt
Die Buchung von Außenwerbung läuft anders als das Schalten von Social-Media-Ads. Es gibt keine Schaltfläche, die in Sekunden eine nationale Kampagne aktiviert — zumindest nicht bei klassischen Formaten.
Der Ablauf unterscheidet sich je nach Anbieter deutlich — klassische Vermarkter erfordern Vorlauf, Hygh funktioniert vollständig digital.
Der klassische Buchungsweg (Ströer / Wall)
- Schritt 1 — Briefing erstellen: Definiere Ziel, Zielgruppe, Laufzeit, Budget und gewünschte Städte. Je konkreter das Briefing, desto schneller kommt ein passendes Angebot. Vorlaufzeit einplanen: 4 bis 8 Wochen vor Kampagnenstart.
- Schritt 2 — Vermarkter kontaktieren: Ströer und Wall haben dedizierte Account-Manager für Direkt- und Agenturkunden. Der erste Kontakt läuft telefonisch oder per E-Mail über die jeweiligen Sales-Teams.
- Schritt 3 — Media-Plan prüfen: Du erhältst einen Vorschlag mit konkreten Standorten, Reichweitenschätzungen und Preisen. Prüfe: Stimmt die Lage mit deiner Zielgruppe überein? Frequenz? Umfeld?
- Schritt 4 — Kreation vorbereiten: Klassische Druckdaten meist als PDF/X-4 mit mindestens 300 dpi. DOOH: MP4 oder statische JPEGs je nach Anbieter — immer die technischen Specs beim Vermarkter anfragen.
- Schritt 5 — Materialdeadline einhalten: Nach Vertragsunterzeichnung gilt eine harte Deadline — meist 5 bis 10 Werktage vor Kampagnenstart. Wer sie verpasst, verschiebt den Launch.
- Schritt 6 — Proof of Posting: Ströer und Wall liefern nach der Kampagne Fotos der ausgehängten Motive. DOOH-Anbieter liefern digitale Impression-Reports.
Der digitale Weg über Hygh
Bei Hygh funktioniert der gesamte Prozess online. Screens auswählen, Zeiträume und Tageszeiten definieren, Motiv hochladen, mit Kreditkarte bezahlen — live in 24 Stunden. Kein Sales-Team, kein Mindestbudget, kein Warten auf Angebote. Das macht Hygh zum idealen Kanal für erste OOH-Tests und kurzfristige Aktionen.
Wer OOH als physische Verlängerung einer Messepräsenz oder eines Live-Events einsetzt, findet bei Messe-Agentur: Standkonzeption und digitale Verlängerung konkrete Synergieansätze zwischen Präsenz-Marketing und OOH-Buchung.
- Klassischer Buchungsweg: 4–8 Wochen Vorlauf nötig
- Materialdeadline: 5–10 Werktage vor Kampagnenstart
- Hygh: online, Kreditkarte, 24 Stunden bis live
- Premiumflächen Weihnachten: 10–12 Wochen vorher buchen
OOH und Digital verbinden
Außenwerbung allein erzeugt Awareness. Erst die Verknüpfung mit digitalen Kanälen schafft den messbaren Funnel — von der Straße bis zur Conversion.
Konkrete Techniken wie Geo-Retargeting, QR-Codes und zeitliche Synchronisation machen OOH messbar und verlängern die Kampagnenwirkung digital.
Der stärkste Hebel: OOH als Retargeting-Trigger
Die wirkungsvollste Kombination ist OOH als Awareness-Trigger und Social Media als Retargeting-Kanal. Jemand sieht das Plakat auf dem Weg zur Arbeit, sucht später auf Instagram nach der Marke und wird dort mit einer passenden Ad angesprochen. Diese Sequenz ist messbar effektiver als jeder Kanal allein — eine Berliner DTC-Marke dokumentierte einen Anstieg der Instagram Conversion Rate um 22 % während einer laufenden DOOH-Kampagne, ohne die Ad selbst zu verändern.
Fünf konkrete Crossmedia-Techniken
- Geo-Retargeting: Definiere in Meta Ads oder Google Ads Geofences rund um deine Plakatstandorte. Nutzer, die sich in diesen Zonen aufgehalten haben, werden digital re-adressiert. Das funktioniert präzise auf Kiez-Ebene.
- QR-Codes auf DOOH: Dynamische DOOH-Screens erlauben QR-Code-Integration. Sie sind messbar und ermöglichen den direkten Sprung vom Screen zur Landingpage — mit sauberem UTM-Tracking.
- Branded Hashtags: Starte mit dem Plakatmotiv einen Hashtag-Push und begleite ihn auf TikTok und Instagram mit Creator-Content. Das Plakat gibt dem Hashtag physische Glaubwürdigkeit.
- Zeitliche Synchronisation: Starte Social Ads am gleichen Tag wie die OOH-Kampagne. Die doppelte Kontaktfrequenz erhöht den Brand Recall nachweisbar.
- UTM-Tracking parallel schalten: Alle Digital-Maßnahmen, die parallel zur OOH-Kampagne laufen, erhalten Campaign-UTMs. So lässt sich der Traffikanstieg direkt mit dem OOH-Zeitraum korrelieren.
Wer diese Synergien ausschöpfen will, braucht kreative Linien, die auf beiden Kanälen funktionieren. Eine TikTok Agentur entwickelt den OOH-Claim plattformgerecht weiter — inklusive Creator-Brief für authentischen Content, der das Plakatmotiv aufgreift.
Influencer als OOH-Verstärker
Wenn ein Creator mit 200.000 Followern ein Selfie vor deinem Plakat postet und es organisch kursiert, entsteht Earned Media, die nicht eingekauft wurde. Das ist kein Zufall — es ist planbar. Die Zusammenarbeit mit einer Influencer Marketing Agentur macht genau diesen Moment reproduzierbar: Creator werden gebrieft, Standorte werden kommuniziert, und der organische Seeding-Effekt wird zur Kampagnenstrategie.
+22 % Conversion Rate auf Instagram Eine Berliner DTC-Marke erzielte diesen Anstieg allein durch das parallele Schalten einer DOOH-Kampagne — ohne die Instagram-Ad zu verändern. Der OOH-Uplift-Effekt auf digitale Kanäle ist real und messbar.
Wer OOH-Reichweite mit Event-Sponsoring kombiniert, findet in Event Sponsoring: Reichweite, Partner und ROI direkt anschlussfähige Strategien — inklusive der Frage, wann Sponsoring OOH schlägt.
- OOH + Social Retargeting: +22 % Conversion dokumentiert
- Geo-Retargeting: Geofences um Plakatstandorte schalten
- Social Ads und OOH zeitgleich starten für maximalen Recall
- Creator-Selfies vor Plakaten erzeugen planbaren Earned Media
Zielgruppen-Targeting bei OOH
Außenwerbung gilt oft als Gießkanne. Das stimmt für klassisches Print-OOH weitgehend — aber DOOH hat das Targeting in den vergangenen Jahren fundamental verändert.
Klassisches OOH und DOOH bieten unterschiedliche Targeting-Tiefen — von standortbasiert bis zu wetter- und tageszeit-gesteuerter Ausspielung.
Was klassisches OOH leistet
Beim klassischen Plakat sind drei Targeting-Dimensionen möglich: standortbasiert (Umfeld Einkaufszentrum, Bahnhof, Schule), regional (Bundesland, Stadt, PLZ-Gebiet) und kontextbasiert (Plakat an Fitnessstudio = Sport-Affinität der Vorbeilaufenden). Das ist grob, aber bei hoher Frequenz sehr effektiv.
Was DOOH zusätzlich ermöglicht
Dayparting ist der mächtigste DOOH-Hebel: Kaffeewerbung morgens um 7 Uhr, Bier-Promotion ab 18 Uhr — am selben Screen, automatisch gesteuert. Dazu kommen Wetter-Trigger (Motiv wechselt bei Regen auf Regenjacke), Echtzeit-Daten (Live-Spielstände, Countdown-Timer) und programmatisches Targeting über DSP mit anonymisierten Mobilitätsdaten.
| Targeting-Option | Klassisches OOH | DOOH |
|---|---|---|
| Regionale Steuerung | ✓ | ✓ |
| Standortumfeld | ✓ | ✓ |
| Tageszeit-Targeting | ✗ | ✓ |
| Wetter-Trigger | ✗ | ✓ |
| Audience-Segmente (mobil) | ✗ | Eingeschränkt ✓ |
| Soziodemografisches Targeting | Indirekt ✓ | Eingeschränkt ✓ |
Die Grenze des DOOH-Targetings
DOOH-Targeting basiert in Deutschland auf anonymisierten, aggregierten Daten. Persönliches Tracking ist nicht erlaubt. Die Targeting-Qualität ist deutlich gröber als bei Social-Media-Ads. Wer Micro-Targeting auf Persona-Ebene sucht, ist auf Instagram, TikTok oder YouTube besser aufgehoben. OOH und DOOH sind Awareness-Instrumente — kein Performance-Kanal.
Die Reichweite von OOH-Kampagnen wird in Deutschland über das Gross Rating Point-System (GRP) gemessen. Mobilitätsdaten, Panel-Befragungen und Zähldaten fließen ein. Ströer und Wall stellen diese Kennzahlen im Rahmen der Mediaplanung zur Verfügung.
- DOOH ermöglicht Dayparting und Wetter-Trigger
- Kein personenbezogenes Tracking in Deutschland erlaubt
- OOH ist Awareness-Kanal, kein Performance-Instrument
- GRP-System misst OOH-Reichweite mit Mobilitätsdaten

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