Kampagnentypen: Die Google-Ads-Formate im Überblick

Die Kampagnentypen in Google Ads bestimmen, auf welchen Flächen eine Anzeige erscheint und wie viel Steuerung dabei in der Hand der werbenden Marke bleibt. Von der klassischen Suchanzeige bis zum vollautomatisierten Format unterscheiden sich die Typen stark in Zielsetzung, Datenbedarf und Gebotssteuerung. Wer den falschen Typ für die eigene Zielsetzung wählt, zahlt am Ende für Klicks oder Impressionen, die gar nicht zum eigentlichen Geschäftsziel passen.

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Die wichtigsten Kampagnentypen im Überblick

Die Grundformate unterscheiden sich vor allem in Zielgruppe und Datenquelle:

  • Suchkampagnen – für Nutzer mit konkreter Kaufabsicht
  • Displaykampagnen – breite Reichweite über visuelle Anzeigen
  • Shopping-Kampagnen – Produktbild und Preis direkt aus dem Produktfeed

Viele Unternehmen starten mit dem Kampagnentyp, der ihnen am bekanntesten ist, statt mit dem, der zum eigenen Ziel passt.

Eine Suchkampagne für reine Markenbekanntheit verschenkt so fast immer Budget. Sinnvoller ist es, das eigentliche Ziel zuerst festzulegen, sei es Abverkauf, Markenaufbau oder Lead-Generierung, und erst danach den passenden Kampagnentyp auszuwählen.

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Automatisierte Formate: Performance Max und Smart-Kampagnen

Performance Max kombiniert mehrere Flächen gleichzeitig und steuert Gebote vollautomatisiert über Suche, Display, YouTube und weitere Kanäle. Der Vorteil liegt in der Skalierung, der Nachteil in der eingeschränkten Transparenz darüber, welcher Kanal welchen Umsatz tatsächlich beisteuert, weshalb sich das Format vor allem für breite, volumenstarke Sortimente eignet.

Videokampagnen und Native-Formate

Für Markenaufbau und Bewegtbild-Botschaften eignen sich eigene Videokampagnen, die getrennt vom klassischen Suchgeschäft geplant werden. Ergänzend setzen manche Unternehmen auf Native-Formate, die sich optisch in redaktionelle Umgebungen einfügen statt klassisch als Werbung aufzutreten. Welche Kombination sinnvoll ist, richtet sich vor allem danach, in welcher Funnel-Phase sich die Zielgruppe gerade befindet.

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Den richtigen Kampagnentyp für den eigenen Onlineshop wählen

In der Praxis bewährt sich meist eine Kombination mehrerer Kampagnentypen, abgestimmt auf die jeweilige Phase der Google-Shopping-Strategie. Margenstarke Kernprodukte laufen oft in klassischen, manuell steuerbaren Formaten, während das breite Sortiment über automatisierte Kampagnentypen skaliert wird. Diese Aufteilung ist kein einmaliger Beschluss, sondern sollte regelmäßig überprüft werden, sobald sich Sortiment oder Margen verschieben.

Demand Gen und App-Kampagnen als weitere Optionen

Neben den etablierten Formaten bietet Google Ads zwei weitere spezialisierte Kampagnentypen an:

Format Zielsetzung Kanäle
Demand Gen Entdeckung statt konkreter Suche YouTube, Discover
App-Kampagnen Installationen und In-App-Aktionen Mehrere Kanäle automatisch

Welches der beiden Formate sich lohnt, hängt schlicht vom Geschäftsmodell ab.

Kampagnentypen nach Sortiment und Budget auswählen

Kleine Sortimente mit wenigen, klar abgrenzbaren Produkten profitieren meist stärker von manuell steuerbaren Kampagnentypen, weil sich jede einzelne Produktgruppe gezielt beobachten lässt. Große, stark wechselnde Sortimente wiederum profitieren von automatisierten Formaten, weil sich der Pflegeaufwand pro Produkt bei rein manueller Steuerung kaum noch rechtfertigen lässt. Neben der Sortimentsgröße spielt am Ende auch das verfügbare Budget eine Rolle, wie weit sich diese Automatisierung überhaupt lohnt.

Kampagnentypen und Remarketing sinnvoll verbinden

Viele Kampagnentypen lassen sich zusätzlich mit gezieltem Remarketing kombinieren, um Nutzer erneut anzusprechen, die bereits Interesse gezeigt, aber noch nicht gekauft haben. Diese Kombination erhöht meist die Effizienz, weil bereits bekannte Nutzer seltener neu überzeugt werden müssen. Wichtig ist dabei, Remarketing nicht in jedem Kampagnentyp identisch einzusetzen: Bei Suchkampagnen wirkt es anders als bei visuellen Formaten, weshalb Botschaft und Frequenz je nach Kanal angepasst werden sollten.

Kampagnentypen mit externer Unterstützung planen

Wer die wachsende Zahl an Kampagnentypen nicht allein überblicken möchte, findet bei einer Google Ads Agentur Unterstützung bei Auswahl, Aufbau und laufender Optimierung. Gerade beim erstmaligen Testen neuer Formate hilft externe Erfahrung, typische Anfangsfehler zu vermeiden. Eine externe Perspektive erkennt außerdem oft schneller, wenn zwei Kampagnentypen sich gegenseitig Budget wegnehmen, statt sich sinnvoll zu ergänzen, weil dieses Muster im eigenen Konto leicht übersehen wird.

Über den Autor Chefredaktion
Stephan M. Czaja

Unternehmer, Nerd und Coder mit Liebe für Marketing, Ads, Creatives und Kampagnen. Schreibe, seit ich denken kann — über alles, was zählt.