Online Marketing planen: Ist-Zustand, Soll-Zustand, Budget und Agentur-Briefing

80 % der Unternehmen starten Online Marketing ohne schriftliche Strategie — und verbrennen im Schnitt ein Drittel ihres Budgets in den ersten 90 Tagen. Das lässt sich verhindern, wenn du einmal systematisch planst.

Dieser Artikel zeigt dir, wie du Ist-Zustand, Soll-Zustand, Budget und Agentur-Briefing in einer durchgängigen Struktur verbindest — egal ob du mit 3.000 oder 300.000 Euro im Jahr arbeitest.

Ist-Zustand: Wo stehst du wirklich?

Bevor du irgendetwas planst, brauchst du eine klare Sicht auf deine aktuelle Situation. Viele Unternehmen überspringen diesen Schritt — und wundern sich, warum neue Maßnahmen keine Wirkung zeigen. Die Ist-Analyse ist das Fundament jeder Online-Marketing-Strategie.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Unternehmen, die ihre Ist-Analyse überspringen, geben laut HubSpot bis zu 37 % ihres Budgets für Kanäle aus, die ihre Zielgruppe gar nicht nutzt.
  • Starte Meta Ads mit mindestens 1.500 Euro monatlichem Media-Budget — darunter kommt der Algorithmus nie aus der Lernphase heraus.
  • Ein perfektes Briefing schreibt der Auftraggeber, nicht die Agentur — wer das umkehrt, zahlt doppelt für Korrekturrunden.
  • SEO und Paid Ads zusammen sind kein Widerspruch: Paid Ads liefern Sofortdaten für Keywords, die du danach organisch angreifst.

Die Ist-Analyse umfasst drei Kernbereiche: Website-Performance, Wettbewerbsumfeld und interne Ressourcen — alle drei sind Pflicht.

Website, Traffic und Kanalstruktur

Beginne mit deiner Website. Schau dir in Google Analytics 4 an, woher deine Besucher kommen, wie lange sie bleiben und wo sie abspringen. Ein typisches Problem: 60–70 % aller Website-Besuche kommen organisch, aber 80 % des Budgets fließen in Paid Ads — ein struktureller Fehler, der sich direkt in schlechtem ROAS niederschlägt.

Analysiere deine Social-Media-Kanäle ehrlich. Wie hoch ist deine Engagement Rate wirklich? Auf Instagram liegt der Branchendurchschnitt für organische Posts bei 1,2–2 %, auf TikTok bei 5–9 %. Wenn du darunter liegst, musst du den Grund kennen, bevor du skalierst.

60–70 % aller Website-Besuche kommen aus organischen Quellen Trotzdem fließen in vielen Unternehmen über 80 % des Budgets in Paid Advertising — ein Missverhältnis, das messbar Geld kostet.

Wettbewerb und interne Ressourcen

Nutze die Facebook Ad Library, um zu sehen, welche Anzeigen deine Mitbewerber aktuell schalten. Auf TikTok zeigt das TikTok Creative Center, welche Inhalte in deiner Branche performen. Analysiere mindestens drei bis fünf direkte Wettbewerber — nicht um sie zu kopieren, sondern um Lücken zu erkennen.

Mach dir außerdem ein ehrliches Bild von deinen internen Ressourcen. Wie viele Stunden pro Woche kann dein Team für Marketing aufwenden? Welche Expertise ist vorhanden — und welche fehlt? Diese Frage entscheidet, ob du intern oder mit einer Social Media Agentur arbeitest.

Analysebereich Was du messen solltest Empfohlene Tools
Website-Performance Seitenaufrufe, Absprungrate, Verweildauer, Conversion Rate Google Analytics 4, Hotjar, Search Console
SEO-Status Ranking-Positionen, organischer Traffic, Backlink-Profil Semrush, Ahrefs, Sistrix
Social Media Follower-Wachstum, Reichweite, Engagement Rate, Impressionen Meta Business Suite, TikTok Analytics, Sprout Social
Paid Advertising ROAS, CPM, CPC, CTR, Cost per Lead Meta Ads Manager, Google Ads, TikTok Ads Manager
E-Mail Marketing Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate, Conversion Klaviyo, Mailchimp, ActiveCampaign
Wettbewerb Share of Voice, Keyword-Überschneidungen, Content-Gaps Semrush, SimilarWeb, Facebook Ad Library
Praxis-Tipp: Schalte für zwei Wochen niedrigschwellige Google Ads auf deine wichtigsten Keywords — nicht um Umsatz zu generieren, sondern um echte Suchvolumen-Daten zu sammeln. Diese Daten sind präziser als jedes Keyword-Tool und zeigen dir, welche organischen SEO-Ziele sich wirklich lohnen. Paid Ads als Marktforschung: unterschätzt und günstig.

Für die KPI-Analyse gilt: Schaue nicht nur auf Vanity Metrics wie Follower-Zahlen, sondern auf Metriken, die direkt mit Umsatz verknüpft sind. Ein Marketing-Rechner hilft dir, ROAS, CPL und Engagement Rate strukturiert zu berechnen und zu vergleichen.

  • Ist-Analyse vor jeder Planung ist Pflicht
  • GA4 zeigt strukturelle Budget-Fehler sofort
  • Engagement Rate unter Benchmark: Ursache zuerst finden
  • Wettbewerbsanalyse deckt ungenutzte Kanallücken auf

Soll-Zustand: Wo willst du hin?

Nach der Ist-Analyse kennst du deinen Startpunkt. Jetzt geht es darum, ein klares, messbares Ziel zu formulieren. „Mehr Sichtbarkeit“ ist kein Ziel — das ist ein Wunsch. Echte Ziele sind messbar, zeitgebunden und realistisch.

Dieser Abschnitt zeigt, wie du aus vagen Wünschen konkrete SMART-Ziele und kanalspezifische KPIs ableitest.

SMART-Ziele konsequent anwenden

Ein schlechtes Ziel lautet: „Mehr Follower auf Instagram.“ Ein gutes Ziel lautet: „Steigerung der Instagram-Follower von 4.200 auf 7.000 bis Q3, bei einer durchschnittlichen Engagement Rate von mindestens 2,5 %, durch wöchentlich drei organische Posts und zwei Stories täglich.“ Der Unterschied ist nicht akademisch — er entscheidet darüber, ob du nach drei Monaten weißt, ob du erfolgreich warst.

  1. Geschäftsziele definieren: Starte mit dem übergeordneten Unternehmensziel — Umsatz steigern, neuen Markt erschließen oder Markenbekanntheit in einer neuen Zielgruppe aufbauen.
  2. Marketing-Ziele ableiten: Übersetze Geschäftsziele in konkrete Marketing-KPIs. Mehr Umsatz bedeutet mehr qualifizierte Leads oder eine höhere Conversion Rate auf der Website.
  3. Kanal-Ziele festlegen: Jeder Kanal braucht ein eigenes Ziel. Instagram für Awareness, Google Ads für Performance, E-Mail für Retention.
  4. Zeitrahmen definieren: Setze Quartals- und Jahresziele. SEO zeigt erste Ergebnisse nach 3–6 Monaten. TikTok-Content kann innerhalb von Wochen viral gehen.
  5. Benchmarks festlegen: Eine CTR von 2 % in Meta Ads gilt als gut. Ein ROAS von 4:1 ist in vielen E-Commerce-Branchen das Mindestziel.

Kanalwahl nach Geschäftsmodell

Du kannst nicht alle Kanäle gleichzeitig mit voller Kraft bespielen. Fokussiere dich auf die Kanäle mit dem höchsten Hebel für dein Geschäftsmodell. Ein B2B-Unternehmen fährt mit LinkedIn und Google Ads besser als mit TikTok. Ein Fashion-Brand hingegen sollte auf Instagram und TikTok setzen — mehr dazu im Vergleich TikTok Shop vs. Instagram Shopping.

Zieltyp Beispiel Relevante KPIs Zeithorizont
Awareness Markenbekanntheit in Zielgruppe 18–35 steigern Impressionen, Reichweite, Video Views, Share of Voice 3–6 Monate
Consideration Website-Traffic um 40 % steigern Klicks, CTR, Seitenaufrufe, Verweildauer 2–4 Monate
Conversion Cost per Lead auf unter 15 Euro senken Leads, CPL, Conversion Rate, ROAS 1–3 Monate
Retention Wiederkaufrate um 25 % erhöhen CLV, E-Mail-Öffnungsrate, Wiederbesuchsrate 6–12 Monate
Advocacy UGC und Weiterempfehlungen fördern NPS, Mentions, Shares, Bewertungen 6–12 Monate

Dokumentiere alle Ziele schriftlich und teile sie mit allen Beteiligten. Erstelle für jeden Kanal eine einfache Ziel-Karte: Kanal — Ziel — KPI — Zielwert — Verantwortliche Person — Messintervall. Fünf Zeilen, die Wochen an Missverständnissen sparen.

Praxis-Tipp: Nutze den Net Promoter Score (NPS) als Frühindikator für Advocacy-Ziele. Ein NPS unter 30 bedeutet: Deine bestehenden Kunden werden dich nicht aktiv weiterempfehlen — egal wie gut deine Ads performen. Mehr zur Berechnung: Net Promoter Score berechnen.
  • „Mehr Sichtbarkeit“ ist kein messbares Ziel
  • SMART-Ziele verhindern Interpretationsspielraum
  • Jeder Kanal braucht ein eigenes KPI-Ziel
  • Schriftliche Ziel-Karte spart wochenlange Abstimmung

Budget planen: Was kostet das wirklich?

Budgetplanung ist eine der häufigsten Stolperstellen im Online Marketing. Die richtige Frage ist nicht „Wie viel geben wir aus?“, sondern „Welche Ergebnisse wollen wir erzielen — und was kostet das realistisch?“

Dieser Abschnitt liefert konkrete Orientierungswerte, erklärt die Lernphase bei Paid Ads und zeigt, wie du Influencer-Budget realistisch kalkulierst.

Orientierungswerte nach Unternehmenstyp

Als Ausgangspunkt gilt die Faustregel: B2C-Unternehmen investieren 5–12 % ihres Jahresumsatzes in Marketing. B2B-Unternehmen liegen eher bei 3–8 %. Für Startups und Wachstumsphasen können es 15–20 % sein. Diese Zahlen sind Orientierung — keine heiligen Gesetze.

Denke in drei Budgetblöcken: Paid Media (alles, wofür du direkt zahlst — Meta Ads, Google Ads, TikTok Ads, Influencer-Kooperationen), Owned Media (deine eigenen Kanäle — Website, Newsletter, organische Social Media) und Earned Media (entsteht, wenn andere über dich sprechen — Presse, Bewertungen, Shares).

Budgetkategorie Anteil (Empfehlung) Beispiel bei 5.000 €/Monat Beispiel bei 20.000 €/Monat
Paid Social (Meta, TikTok) 25–35 % 1.250–1.750 € 5.000–7.000 €
SEA / Google Ads 20–30 % 1.000–1.500 € 4.000–6.000 €
Content Creation 15–25 % 750–1.250 € 3.000–5.000 €
SEO / Organisch 10–15 % 500–750 € 2.000–3.000 €
E-Mail Marketing 5–10 % 250–500 € 1.000–2.000 €
Influencer Marketing 10–20 % 500–1.000 € 2.000–4.000 €
Tools & Software 5–8 % 250–400 € 1.000–1.600 €

Lernphase, Testbudget und Saisonalität

Beim Start einer neuen Kampagne auf Meta Ads plane mindestens 1.000–1.500 Euro in der Lernphase ein. Facebook braucht 50 Optimierungsereignisse pro Anzeigengruppe, um den Algorithmus zu trainieren. Wer mit 200 Euro monatlich startet, wird nie aus der Lernphase herauskommen — und zahlt dauerhaft überhöhte CPMs. Mehr zu Anzeigenformaten und Kosten: TikTok Werbung schalten und Meta Ads Praxisbeispiel.

Plane außerdem einen Testbudget-Anteil von mindestens 10–15 % des Gesamtbudgets für Experimente ein. Neue Formate, neue Zielgruppen, neue Kanäle. Die erfolgreichsten Brands testen kontinuierlich und skalieren, was funktioniert. Mehr dazu im Artikel über A/B-Tests im Marketing.

CPMs steigen im Q4 um 30–50 % Meta und Google Ads werden im Weihnachtsquartal massiv teurer — wer dann unvorbereitet skaliert, zahlt das Doppelte für die gleiche Reichweite.

Influencer-Budget realistisch kalkulieren

Nano-Influencer (1.000–10.000 Follower) kosten oft 100–500 Euro pro Post. Micro-Influencer (10.000–100.000 Follower) verlangen 500–5.000 Euro. Macro-Influencer ab 100.000 Followern starten meist bei 5.000 Euro und können deutlich mehr kosten. Tipps zur Auswahl der richtigen Creator findest du im Guide Influencer finden: drei datenbasierte Methoden.

Beachte beim Influencer-Budget auch den Unterschied zwischen bezahlten Posts und User Generated Content (UGC). UGC-Creator produzieren Inhalte für deutlich weniger Budget — ohne eigene Reichweite zu verkaufen. Das Material nutzt du dann selbst in deinen Paid Ads. UGC-Creatives performen in Meta Ads oft 2–3× besser als professionell produzierte Studio-Ads.

  • B2C-Unternehmen investieren 5–12 % Jahresumsatz
  • Meta Ads Lernphase braucht mindestens 1.500 Euro
  • 10–15 % Testbudget für neue Formate einplanen
  • UGC-Creatives performen 2–3× besser als Studio-Ads

Das Agentur-Briefing: Klar, präzise, verbindlich

Ein gutes Briefing spart Geld, Zeit und Nerven. Schlechte Briefings kosten das Dreifache — weil Agenturen in die falsche Richtung arbeiten, Korrekturrunden eskalieren und das gegenseitige Vertrauen leidet. Ein professionelles Agentur-Briefing ist keine Höflichkeit — es ist eine Grundvoraussetzung.

Dieser Abschnitt erklärt die zehn Pflichtbestandteile eines vollständigen Briefings und warum Tonality das am häufigsten unterschätzte Element ist.

Die zehn Pflichtbestandteile

Das Briefing muss schriftlich sein. Gespräche sind gut für Abstimmungen, aber ein schriftliches Dokument schafft Verbindlichkeit für beide Seiten. Ein vollständiges Agentur-Briefing für Online Marketing enthält mindestens diese Bestandteile:

  1. Unternehmens-Hintergrund: Wer bist du, was machst du, für wen, seit wann, was macht dich besonders? Nicht der Wikipedia-Eintrag, sondern das echte Differenzierungsmerkmal — dein USP.
  2. Produkt/Dienstleistung: Was soll beworben werden? Preis, Nutzen, Alleinstellungsmerkmal, wichtigste Einwände potenzieller Käufer.
  3. Zielgruppe: Demografisch (Alter, Geschlecht, Standort), psychografisch (Werte, Interessen, Pain Points), verhaltensbasiert (Kaufverhalten, Plattformnutzung). Mehr zur Zielgruppenanalyse: Zielgruppe definieren und segmentieren.
  4. Ziele und KPIs: Was soll die Maßnahme konkret erreichen? Welche KPIs werden gemessen? Was ist der definierte Erfolg?
  5. Budget: Gesamtbudget und Budgetstruktur (Media-Budget vs. Agenturhonorar). Keine falsche Scheu — Agenturen können nur dann passgenau planen, wenn sie das Budget kennen.
  6. Kanäle und Formate: Auf welchen Plattformen soll gearbeitet werden? Welche Formate sind gewünscht oder schon getestet?
  7. Zeitplan: Start, wichtige Meilensteine, geplante Kampagnenlaufzeiten, saisonale Events. Kein „so schnell wie möglich“ — ein konkretes Go-Live-Datum.
  8. Corporate Identity: Markenwerte, Tonality, visuelle Guidelines. Das CI-System muss vollständig übergeben werden — Schriften, Farben, Logos, Dos und Don’ts.
  9. Wettbewerb: Wer sind die drei bis fünf wichtigsten Mitbewerber? Was machen sie gut, was schlecht?
  10. Bestandsmaterial: Was existiert bereits? Alte Kampagnen, Creatives, Texte, Kundenfeedback, Performance-Daten.

Tonality: Das unterschätzte Briefing-Element

Schreibe im Briefing konkrete Beispiele auf, wie deine Marke klingt — und wie nicht. „Freundlich, aber nicht infantil. Fachlich, aber nicht trocken.“ Noch besser: Zeige drei Beispiele von Marken, die du magst, und drei, die du nicht magst — mit kurzer Begründung. Dieser eine Abschnitt verhindert mehr Korrekturrunden als alles andere im Briefing.

Briefing-Bereich Häufige Fehler Best Practice
Zielgruppe „Alle zwischen 18 und 65″ Konkrete Persona mit Pain Points, Kaufmotiven und Plattformverhalten
Budget Kein Budget genannt, weil man befürchtet, ausgenutzt zu werden Klares Budget-Range kommunizieren für realistische Planung
Ziele „Mehr Sichtbarkeit“ oder „viral gehen“ Konkrete Zahlen: „CPL unter 20 €, ROAS mindestens 3:1″
Tonality „Professionell und modern“ (bedeutet nichts) Beispiele von Marken, die gut treffen, plus klare Dos and Don’ts
Zeitplan „So schnell wie möglich“ Konkretes Go-Live-Datum, Freigabe-Deadline, Kampagnenlaufzeit
Erfolgsmessung Keine Angaben zu Reporting-Wünschen Reporting-Frequenz, Format, Zugang zu Dashboards definieren

Nach dem Einreichen des Briefings plane einen strukturierten Frage-Antwort-Prozess ein. Gute Agenturen — ob TikTok Agentur oder spezialisierte Influencer Marketing Agentur — fragen gezielt nach, um das Briefing zu schärfen. Das ist kein Zeichen von Unsicherheit — das ist Professionalität.

Praxis-Tipp: Füge deinem Briefing eine „Anti-Persona“ hinzu — also eine explizite Beschreibung der Menschen, die du ausdrücklich nicht erreichen willst. Klingt komisch, spart aber massive Streuverluste im Targeting und verhindert Creative-Ansätze, die zwar klickstark, aber konversionsarm sind. Die meisten Agenturen erhalten diese Information nie — und zahlen dafür mit schlechtem ROAS.
  • Briefing muss schriftlich und verbindlich sein
  • Budget offen kommunizieren ermöglicht präzise Planung
  • Tonality mit konkreten Markenbeispielen belegen
  • Anti-Persona reduziert Streuverluste im Targeting

Vom Plan zur Umsetzung

Ein Plan bleibt wertlos, wenn er nicht umgesetzt wird. Und eine Umsetzung ist wertlos, wenn sie nicht gemessen wird. Zuerst testen, dann skalieren — nicht umgekehrt.

Dieser Abschnitt beschreibt, wie eine strukturierte Testphase aufgebaut wird und nach welcher Logik du erfolgreiche Maßnahmen skalierst.

Teststruktur und Skalierungslogik

Für Meta Ads sieht eine typische Teststruktur so aus: Starte mit einer Kampagne, zwei bis drei Anzeigengruppen mit unterschiedlichen Zielgruppen und jeweils zwei bis drei verschiedenen Creatives. Lass die Kampagne mindestens sieben bis vierzehn Tage laufen, bevor du Entscheidungen triffst. Urteile nach Daten, nicht nach Bauchgefühl.

  • Woche 1–2: Setup und Start. Kampagnen aufsetzen, Tracking prüfen, Baselines definieren.
  • Woche 3–4: Erste Daten sichten. Was performt? Was nicht? Welche Zielgruppe hat die günstigsten CPLs?
  • Monat 2: Erste Optimierungen. Schlechte Anzeigengruppen pausieren, Budget auf Winner-Creatives verschieben.
  • Mo