Interaktionsrate (Engagement) – Definition und Tipps zur Steigerung

Interaktionsrate bzw. das Engagement der Nutzer spielt vor allem in zwei Bereichen eine große Rolle. Zum einen im Monitoring, das heißt der Erfolgsmessung bzw. der Erfolgsbewertung im Anschluss an Kampagnen. Zum anderen ist die Interaktionsrate bzw. das Engagement ein entscheidender Faktor bei der Preisbemessung von Influencern bzw. deren Social Media Kanälen. Die Berechnung der Formel ist dabei unterschiedlich, denn natürlich gewichten Agenturen aber auch Firmen die einzelnen Positionen selbst. Doch beginnen wir am Anfang, bei der grundsätzlichen Definition und Berechnung der Interaktionsrate.

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Definition der Interaktionsrate

Die Interaktionsrate ist nach Definition die Menge der Reaktionen, auf die Menge der Sichtungen. Mit Verwendung von Fachbegriffen würde man sagen, die Views im Verhältnis zur Interaktion. Daraus ergibt sich das Engagement, das heißt die Interaktionsrate.

Was macht die Interaktionsrate so wichtig? In vielen Social Media Netzwerken gibt es neben den vielen realen Accounts natürlich auch sehr viele Fake Accounts, Geister Accounts und natürlich auch gekaufte Likes und Kommentare. Die Interaktionsrate, insbesondere auf mehreren Postings verteilt, das heißt unter der Berücksichtigung mehrerer Veröffentlichungen, nicht nur einer, gibt Aufschluss darüber, wie aktiv die eigene Community ist. Wer sich zum Beispiel Abonnenten gekauft hat, dessen Interaktionsrate sinkt, da diese Kanäle nie mit dem eigenen Social Media Kanal interagieren werden. Gekaufte Abonnenten sind in der Regel Bots oder Personen die eine Vielzahl von sogenannten Geister Accounts besitzen. Mit diesem werden dann z.B. Seiten geliked, deren Besitzer zuvor Fans eingekauft hatten.

Die Interaktionsrate ist also ein Qualitätsmesser, natürlich kann auch dieser umgangen werden. Wer z.B. nicht nur Abonnenten kauft sondern auch noch gezielt Likes einkauft, diese über mehrere Stunden und Tage verteilt, zusätzlich auch noch englischsprachige Kommentare dazu kauft, ist auf den ersten, schnellen Weg schwer als Fake Account zu identifizieren. Dennoch ist die Interaktionsrate ein erster Indikator für die Qualität des Social Media Kanals. Denn das gezielte hinzukaufen von Abonnenten, Likes und Kommentaren, systematisch und täglich verteilt, ist sehr aufwendig und natürlich auch kostspielig. Deshalb ist die Qualitätsprüfung von Influencern durch eine erfahrene Social Media Agentur so wichtig für Kunden und für Kampagnen.

Berechnung der Interaktionsrate

Die Formel für die Berechnung der Interaktionsrate ist nicht kompliziert und einfach zu merken. Die einzige Variable in der Formel ist die Gewichtung der Kommentare. Man könnte ganz einfach Likes und Kommentare zusammenrechnen. Die Frage ist aber, wie wichtig sind einzelne Kommentare? Ein Like ist schnell gegeben. Für einen Kommentar muss man sich aber schon Zeit nehmen, sich überlegen, was man schreibt und natürlich ist man auch öffentlicher zu sehen, als mit einem simplen Like. Viele Faktoren, die das Absenden von Kommentaren nicht nur für Kunden wichtiger machen, natürlich auch für den Algorithmus der sozialen Netzwerke. Je mehr Zeit die Nutzer in die Interaktion investieren, desto wertvoller ist die Interaktion an sich. Dementsprechend werden die Kommentare je nach Agentur und Firma unterschiedlich gewichtet.

Die grundsätzliche Formel zur Berechnung der Interaktionsrate ist diese:

  • ( Likes + Kommentare x 5 ) / Views = Engagement

Den Wert x 5 können Sie nach Belieben, nach unten und oben, anpassen.

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Beispiele für die Erfolgsmessung bzw Monitoring

Vorausgesetzt, dass der Einkauf aller Kanäle zum gleichen Preis stattfindet, können sich die Interaktionsraten direkt miteinander vergleichen lassen. Nach einer Social Media Kampagne lassen sich die verschiedenen Teilnehmer, Blogger und Influencer, anhand der Interaktionsrate miteinander vergleichen. Je höher die Interaktionsrate, desto besser.

  • Influencer AA mit Interaktionsrate von 2,34 %
  • Influencer AB mit Interaktionsrate von 3,15 %
  • Influencer AC mit Interaktionsrate von 2,63 %

Influencer B hatte in unserem kleinen Vergleich die besten Interaktionswerte und würde damit für die weitere Kampagnen gebucht bleiben. Die Influencer mit einer tendenziell geringeren Klickrate würden keine Folgebuchung erhalten.

Beispiel für den Ankauf von Sponsored Postings

Werbung auf Instagram, Facebook und YouTube sind so beliebt wie nie. Zahlreiche Marken investieren in Social Media Kampagnen und natürlich auch im Influencer Marketing. Den Ankaufpreis für Social Media Postings, insbesondere bei den verschiedenen Parametern, von Berühmtheit bis hin zu Aufwand in der Organisation bei Micro Influencern, kennen viele keine genauen Preise für Influencer und Sponsor Postings.

Wer online Preise berechnen will, der kann zum Glück gute online Preisrechner finden. Einer der beliebtesten Preisrechner für Instagram Postings ist derzeit Influencer Fee. Hier kann man die Preise von Sponsored Postings kostenlos berechnen.

Auch bei diesem Instagram Preisrechner ist vor allem die Interaktionsrate Grundlage für die Berechnung.

Preise auf YouTube

Preise auf YouTube sind für Sponsored Posts im Verhältnis zu den anderen sozialen Netzwerken stets am teuersten. Warum ist das so? YouTube Videos sind zum einen aufwendiger zu erstellen, das heißt, es gibt weniger Konkurrenz, wie z.B. bei Instagram oder TikTok. So können spezielle Themengebiete wesentlich stärker besetzt werden. Zum anderen sind Postings auf Netzwerken wie Facebook, Instagram und TikTok in der Regel mit einer Halbwertszeit von 24 Stunden bis 7 Tagen Versehen. Danach haben die Postings ihre Relevanz verloren. Youtube dagegen bringt bei sehr vielen Suchanfragen Videos mit einem Alter von fünf, sechs oder sogar sieben Jahren. Das bedeutet, wer es schafft ein Produkt oder ein Thema auf YouTube zu platzieren, wird langfristig Erfolge dafür sammeln. Das macht die Platzierung in YouTube-Videos dementsprechend teurer.

Preise auf Instagram und Facebook

Derzeit sind die Media Einkaufspreise auf Instagram und Facebook relativ gleich. Im Schnitt bewegen sie sich zwischen 10 % bis 30% zum gleichwertigen YouTube Budget. Wer seine Kampagne also für Instagram oder Facebook plant, der wird im Verhältnis eine höhere Reichweite  für das gleiche Budget buchen können. Zudem gibt es natürlich noch andere Feinheiten, die beim Einkauf beachtet werden sollten. Auf Instagram ist es nicht möglich Links innerhalb der Postings zu platzieren. Dementsprechend ist das spätere Reporting bzw. Monitoring erschwert. Wer genaue Social Media Kennzahlen braucht, der sollte auf Facebook zugreifen. Hier kommt aber direkt die nächste Variable, die Zielgruppe. Grob zusammengefasst lässt sich sagen, Personen über 30 Jahren erreicht man sehr gut auf Facebook, Personen unter 30 Jahren eher auf Instagram. Wer Nutzer unter 18 Jahren erreichen will, der sollte auf TikTok zurückgreifen.

Preise auf TikTok

Derzeit ist TikTok der absolute Geheimtipp für die Zusammenarbeit mit Influencern, die eine junge Zielgruppe erreichen wollen. Von 6 Jahren bis 16 Jahren hat man hier die größte Anzahl von Personen, mittlerweile erstreckt sich der Nutzer Raum aber auch ein wenig in Richtung 18, 19 Jahre. Aufgrund der Neuartigkeit, sind die Preise im Verhältnis zu Instagram oder YouTube noch ein wenig günstiger, was natürlich auch daran liegt, dass die Zielgruppe noch nicht so kaufkräftig ist, wie eine 50-jährige Person auf Facebook, eine 30-jährige Person auf YouTube oder eine 25-jährige Person auf Instagram. Dementsprechend kann man als Firma kreativer sein und auch ein paar Tests machen, damit man innerhalb der aktuellen, jüngsten Zielgruppe Erfahrung sammelt.

Fazit die Interaktionsrate bzw. das Engagement ist im Social Media Marketing aber auch im Influencer Marketing ein unverzichtbarer Punkt für den Erfolg. Wenn Sie noch mehr Fragen zum Thema haben, dann finden Sie in unserem Social Media Blog viele kostenlose Beiträge und Tipps zum Thema Interaktionsrate.

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