E-Business: Skalierung, Digitaler Handel und Kennzahlen (KPI) für Selbstständige

Skalierung, Digitaler Handel und Kennzahlen – E-Business, das geflügelte Zauberwort für unsere Generation! Noch vor 20 Jahren hätten wir alle das Telefonbuch durchblättern müssen, Personen anrufen, Visitenkarten verteilen. Heute kann jeder sein eigenes Business gründen, vom Sofa aus. Dank Open Source Lösungen wie z.B. WordPress oder WooCommerce lassen sich sogar komplette Online-Shops kostenlos bauen, wenn man selbst Zeit investiert. Noch viel besser, sogar Transaktionen sind heutzutage in Echtzeit möglich, ohne besondere Fachkenntnisse, z.B. durch Anbieter wie PayPal. 

Digitaler Handel: Schritt für Schritt

Transaktionen von Los Angeles nach Berlin? In fünf Sekunden ist alles gebucht. Dazu kommen natürlich noch viele smarte Lösungen für E-Business, die den Alltag erleichtern aber auch Personal bei bestimmten Aufgaben einsparen, um sie an anderer Stelle sinnvoller zu nutzen. Es gibt Software für Buchhaltung und Steuern, Software für den Vertrieb, Software für Kunden- und natürlich auch Personalmanagement. Viele Prozesse werden hier ganz automatisch gebucht und müssen nicht mehr manuell bearbeitet werden. Stichwort: Automatisierung und Skalierung.

Welcher Shop ist der beste, für deine Idee?

Bevor du dein Startup gründest, musst du dir viele Gedanken zu deinen technischen Optionen machen. Denn hier auch eine Warnung, wenn du dich auf das falsche System einlässt und dafür auch noch monatlich zahlst, bist du schnell abhängig. Es gibt etwa verschiedene Online-Shop Anbieter, für die du monatlich dreistellige Beträge zahlen musst. Dafür versprechen sie dir Vorteile. Vorteile, die du natürlich durch Open Source Lösungen alle selbst realisieren kannst – du musst nur danach suchen. Aber ja, der Service spart natürlich viel Zeit, bspw. wenn du technisch von digitalen Lösungen absolut keine Kenntnisse hast. Wenn du allerdings das falsche Produkt wählst und dies erst nach drei Monaten oder einem halben Jahr feststellst, ist bereits alles auf diesem System eingespielt.

Folgekosten bedenken: Vorsicht statt Nachsicht

Der Wechsel ist dann nicht so problemlos möglich und der Wechsel ist mit weiteren Kosten verbunden. Plötzlich bezahlst du die Kosten für die Entwicklung von zwei Onlineshops. Außerdem würde man bei dieser Umstrukturierung, im Hinblick auf die Platzierung in der Suchmaschine, Rankings verlieren, da sich die Seitenstruktur durch das neue System ändert und damit auch die einzelnen URLs. Falsche Entscheidungen und ihren Folgen.

Skalierung in Online Marketing

Scale“ bedeutet Treppe und davon abgeleitet, steht Skalieren für Expandieren. In der Betriebswirtschaft und bei Start-ups ist Skalierung das Thema schlechthin. Wer sein Proof-of-Concept (gewinnbringendes Geschäftsmodell) geschafft hat, muss es im nächsten Schritt schaffen, mit weniger Investitionen, mehr Gewinne zu erwirtschaften. Je weniger Kosten neuer Umsatz verursacht, desto besser. Gewisse Prozesse lassen sich automatisieren, sodass für einige Aufgaben kein Personal mehr benötigt wird, sondern nur noch Software und Lizenz.

KPIs in der Skalierung: Messbare Kennzahlen

Damit ein Geschäftsmodell messbar wird, brauchst du KPIs. Einfach erklärt: Die Abkürzung KPI steht voll ausgeschrieben für „Key Performance Indicator“. Damit sprechen wir über eine Leistungskennzahl oder einen Leistungsindikator. KPIs sind also Kennzahlen, mit denen sich die Leistung verschiedener Social Media (Marketing) Aktivitäten messen, darstellen und überprüfen lassen.

Mehr zum Begriff:

Skalieren lernen mit Affiliate / Werbeanzeigen

Viele Jungunternehmer im Online Marketing Bereich starten ihre erste Skalierung oft und gerne im Bereich Affiliate-Marketing. Jedes Mal, wenn ein Benutzer durch den Verweis des Affiliate-Links ein Produkt kauft, verdient der Blog-Inhaber zwischen 5 % und 20% (meist 10%) am Verkäufen.

Grundlage ist oft ein kleiner Blog mit Artikeln oder eine Landing Page (einzelne HTML Seite mit Verkaufs-optimierter Gestaltung). Auf diesem Blog gibt es dann z.B. Testbericht, zu Themen wie E-Zigaretten, der klassischen Kaffeemaschine oder auch noch spezieller den “Kaffeemaschinen Pad Test”. Genauso geht es natürlich auch für Fahrräder, spezieller E-Bikes oder noch spezieller “Lampe E-Bike Vergleich”.

Affiliate Marketing Vorteile

In den einzelnen Blogartikel sind dann die Affiliate Links hinterlegt. So funktioniert Affiliate Marketing – die Skalierung im Kleinen.

  • Wenig Aufwand
  • Wenig Risiko
  • Einfaches Wachstum
  • Relativ viel Ertrag

Die Skalierung geht schnell, alles was der Affiliate Marketer braucht sind SEO Texte und / oder Social / Search Engine Ads (Soziale Netzwerke und Suchmaschine).

Das Ziel des jungen Unternehmers ist es, durch Platzierung in Suchmaschinen und / oder durch Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken gezielt Reichweite einzukaufen, sodass ausreichend Verkäufe entstehen. Die Werbeanzeigen starten zunächst mit kleinen Budgets und werden, wenn sie gut performen, hochgedreht und laufen für Monate durch. Jede Seite bzw. auch Werbeanzeige, die ausreichend Verkäufe generiert, wird dann ein nachhaltiges Projekt für den Unternehmer, dass ständig mehr Gewinne erwirtschaftet, ohne nennenswerten Aufwand.

Mit kleinem Budget testen sie jetzt verschiedene Werbeanzeigen auf Effektivität und vergleichen die Kampagnen miteinander. Dabei ist die Investition nicht allzu hoch, denn jede Kampagne wird mit vielleicht nur 20 oder 30 € am Tag getestet.

Wie funktioniert Affiliate / Werbeanzeigen Skalierung?

Schon nach den ersten 20, 30 oder 50 Artikeln im Blog, werden die Artikel mit Werbeanzeigen (Facebook Ads, Instagram Ads, TikTok Ads) ausgestattet. Jeder einzelne Artikel bekommt eine Anzeigenkampagne. Innerhalb dieser Anzeigenkampagne (Ordner) gibt es dann die verschiedenen Werbeanzeigen (nach Fotos, Videos, Zielgruppen, Wohnort etc.), die gegeneinander getestet werden.

So könnte es bei dem E-Bike ein Foto sein, indem eine Person fährt. Auf einer zweiten Grafik sieht man das E-Bike im Detail. Eine dritte Grafik zeigt das E-Bike in der Garage, ohne Person. Welche dieser drei Grafiken wird die meisten Klicks und die meisten Verkäufe bringen? Bei allen 50 Artikeln würden so 150 verschiedene Werbeanzeigen entstehen. Nach einer kurzen Laufzeit von 2, 3 Tagen lassen sich die Resultate auswerten. Einzelne Werbeanzeigen, die schlecht konvertieren, das heißt für wenig Klicks und Verkäufe sorgen, werden frühzeitig abgeschaltet. Nach dem Monitoring wird also entschieden, welche Kampagnen stillgelegt und welche weitergeführt werden. So werden im Performance Marketing Werbeanzeigen optimiert.

Von 150 Werbeanzeigen überleben dann vielleicht noch 20 oder 30.

Diese sind gewinnbringend! Jede einzelne Seite bzw. Werbeanzeige kostet 50 € täglich (Kosten für Facebook / meta Ads) und bringt wiederum Affiliate Einnahmen von 70 € täglich – 20 € Gewinn. Dadurch entsteht bei nur 20, 30 Werbeanzeigen ein täglicher Gewinn von 400 bis 600 €, monatlich ohne Schwankungen einen Ertrag von 15.000 €. So wurde aus einem kleinen Blog oder einer Landing Page zum Thema Produkt “Vergleiche” und “Tests” ein echtes Proof of Concept mit über 100.000 € Jahresgewinn, bei nur einer Person.

Das funktionierende Geschäftsmodell wird dann weiter optimiert, Budgets wurden umverteilt und somit wird weiter und weiter expandiert. Für eine einzelne Person, gute Arbeit, da die Risikoinvestitionen für die Expansion gering sind. Gleichzeitig ist das Geschäftsmodell einfach erweiterbar, mehr Reichweite heißt nicht mehr Aufwand (Personal, Raum, Versicherungen, Einkauf, Vorschuss, usw.).

Kennzahlen zur Erfolgsmessung: ROI

Der Return of Investment ist neben “Skalierung” einer der zentralen Faktoren in der Betriebswirtschaftslehre und damit natürlich auch für dich und deine Überlegungen zur Rentabilität von Projekten. Der ROI besagt, wie wirtschaftlich ein Produkt, eine einzelne Kampagne oder ein betrieblicher Bereich ist, im Verhältnis zur getätigten Investition ist. Er gibt keine Zeit an, sondern eine Relation (Invest zu Umsatz). Anhand dieser Kennzahl kann man verschiedene Produkte, Kampagnen oder betriebliche Bereich miteinander vergleichen, bewerten und Entscheidungen treffen.

  • Analyse und Vergleich von einzelnen Unternehmensbereichen und Investitionsobjekten
  • Ermittlung und Auswertung der Performance einer Investition für einen vergangenen Zeitraum
  • Planung und Steuerung zukünftiger Investitionen

Durch die Entscheidung, dich auf die profitabelsten Bereiche zu konzentrieren, erreichst du den größten Profit.

Damit du den ROI absolut verstehst, hier zwei Beispiele zur Frage:

  • Wie sieht der Einsatz des ROI in deinem Unternehmen aus?
  • Wie sieht der Einsatz des ROI bei Investoren aus?

Ob Influencer Kampagne auf YouTube oder Re-Targeting für den eigenen Online-Shop – auch bei klassischer TV Werbung. In allen Fällen werden bestimmte Mittel investiert, ein bestimmtes Ziel soll damit erreicht werden. Die Frage ist nun, welche Kampagne verspricht mehr Rentabilität? Welche Kampagne bringt mehr Gewinn, pro investierten Euro?

Bereits im Vorfeld, bei Konzept und Strategie, spielen die Kosten einen essenziellen Faktor. Letztendlich ist die Kampagnen auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt. Manchmal durch ein festgelegtes Budget, manchmal durch saisonale Eigenschaften (Mode), manchmal durch die Halbwertszeit des Produkts, z.B. bei Trendprodukten oder auch Videospiele, deren Plattform sich ständig technisch einräumen.

Jetzt haben wir (in unserem ROI Beispiel) im Social Media Marketing also verschiedene Möglichkeiten auf dem Schreibtisch. Community Management, Werbeanzeigen auf Facebook, Werbeanzeigen auf Instagram, Werbung auf YouTube, organische Reichweite, wir alle Videoclips, die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten steht dir offen. Um jetzt einen Vergleich und eine Bewertung anzustellen, werden die Kennzahlen der einzelnen Bereiche hinzugezogen.

Berechnung und Formel

Du hast ein Mediabudget von 50.000 € zur Verfügung. Mit diesem Budget möchtest du im Idealfall so viel wie möglich umsetzen, so viel Reichweite, Verkäufe und Umsatz wie möglich generieren. Wenn dein erwarteter Umsatz bei 70.000 € liegt (der Gewinn dementsprechend bei 20.000 €), beträgt dein Return on Investment (ROI) 0,40.

Die Berechnung des ROI

Erwirtschafteter Gewinn / Eingesetztes Kapital = ROI 20.000 Euro / 50.000 Euro = 0,4

Der ROI von 0,40 besagt, dass du 0,40 Euro für jeden eingesetzten Euro verdienen wirst. Wenn du verschiedene Kampagnen miteinander vergleichst und deren Kosten sowie die erwarteten Gewinne gegenüberstellst, kannst du entscheiden, in welche Social Media Kampagne du investieren möchtest und welche nicht.

Der ROI für den Vergleich und die Investmententscheidung sieht folgendermaßen aus:

Nehmen wir an, ein Investor möchte in einer neuen Runde 1 Million Euro investieren und das Kapital auf zwei Start-ups verteilen. Er oder sie prüft 10 verschiedene Start-ups und deren Geschäftspläne. Die große Frage lautet: Welches Investment lohnt sich? Die Antwort: Vergleich anhand des ROI. Alle Start-ups schätzen ihren Gewinn für das 1. bis 3. Jahr. Der Investor kann dann abschätzen, wie hoch der Gewinn in den ersten drei Jahren sein wird.

ROI im Vergleich: Wer gewinnt?

Beispiel:

  • Start-up A hat einen ROI von 0,18.
  • Start-up B hat einen ROI von -0,24.
  • Start-up C hat einen ROI von 0,13.
  • Start-up D hat einen ROI von 2,53.
  • Start-up E hat einen ROI von 0,45.

Start-up D mit einem ROI von 2,53 verspricht (unter der Annahme, dass alle Konzepte die gleiche Qualität haben) die besten Chancen für den Investor. Das Start-up E mit einem ROI von 0,45 wäre ebenfalls eine vielversprechende Option.

Kooperationspartner für zusätzliche Reichweite

Kooperationspartner sind vor allem hilfreich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung. Durch den geschickten Zusammenschluss kann man nicht nur kreative Marketingideen ausleben, beispielsweise Influencer Events, sondern auch ganz neue Produkte kreieren, z.B. eine bestimmte Schokoladen- und Keksmarke. Dabei profitieren beide Seiten vom gegenseitigen Werbeeffekt. Gleichzeitig nehmen sich Kooperationspartner in der Regel keine Kunden weg, sondern spielen sich Kunden zu. Im Idealfall ergeben sich aus Kooperationen sinnvolle Synergien.

Kooperationsgrundsatz: Win-Win

Damit eine Kooperation erfolgreich ist, müssen zunächst die Ziele geklärt werden. Warum arbeitet man zusammen? Wie arbeitet man zusammen und in welchem Format muss jede einzelne Marke performen? Mit welchem Erfolg wird am Ende gerechnet? Wie erreicht man diesen Erfolg? Natürlich geht es auch noch um viele weitere Fragen sowie die Finanzierung oder auch die personellen Ressourcen – schließlich soll es ein Win-Win Geschäft werden. Grundsätzlich geht es bei Kooperationen aber um die gewinnbringende Zusammenarbeit. Der große Vorteil sind die bekannten Synergieeffekte. Kunden der Marke A werden auf Marke B aufmerksam, genauso andersherum.

Durch diesen Effekt können sich gegenseitig Interessenten zugeschoben werden. Dabei kostet die Werbung kaum zusätzliches Geld, denn sie wird in die bestehenden Prozesse mit aufgenommen. Marke A hat Präsenz in der Online Werbung von Marke B. Andersherum bekommt Marke B Platzierung auf den Messeständen von Marke A. Noch besser, unsere Keksmarke kann Bruchstücke an den Schokoladenproduzenten liefern, er mischt sie wie die anderen Zutaten einfach in die Grundmischung. Im Prinzip entsteht also kein bzw. kaum zusätzlicher Aufwand im monetären Sinn.

Deshalb sind Kooperationen, wenn sie gut geplant sind, für beide Seiten so gewinnbringend.

Performance Marketing: Übersicht

E-Mail Marketing ist ein Teil der gesamten Performance Marketing Strategie. Zum Performance Marketing gehört ein Mix aus Instrumenten vom Online Marketing. Wir stellen Ihnen hier alle Bereiche und Vorteile, Schritt für Schritt vor.