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Buyer Journey: Awareness, Consideration und Decision

Kaum eine Kaufentscheidung fällt spontan – meistens durchläuft sie mehrere gedankliche Stationen. Die Buyer Journey beschreibt genau diesen Weg von der ersten Wahrnehmung eines Problems bis zum Kauf. Wer seine Content-Marketing-Strategie an diesen Phasen ausrichtet, trifft die Persona genau dort, wo sie gerade steht. Wer diesen Zusammenhang versteht, plant Kampagnen zielgerichteter und spart Streuverluste in der Ansprache.

Die drei klassischen Phasen der Buyer Journey

In der Awareness-Phase erkennt jemand erst ein Problem oder einen Wunsch, ohne bereits nach konkreten Lösungen zu suchen. Passender Content beschreibt hier das Problem und ordnet es ein, statt sofort ein Produkt anzupreisen. Genau hier entscheidet sich oft, ob eine Marke überhaupt als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen wird.

Wer in der Awareness-Phase schon verkaufen will, wirkt aufdringlich und verliert Vertrauen. Erst informieren, dann anbieten.

Genau darin liegt die größte Herausforderung: den richtigen Ton für jede Phase zu treffen, ohne zu früh zu verkaufen oder zu lange nur zu informieren.

In der Consideration-Phase vergleicht die Person mögliche Lösungswege, in der Decision-Phase fällt schließlich die Wahl zwischen konkreten Anbietern. Wer diese drei Phasen bewusst auseinanderhält, verschwendet weniger Budget für Botschaften, die in der falschen Phase einfach untergehen.

  • Awareness: Problem erkennen und benennen
  • Consideration: Lösungswege vergleichen
  • Decision: Anbieter auswählen
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Passender Content für jede Phase

Jede Phase verlangt einen anderen Content-Typ. In der Awareness-Phase funktionieren Ratgeber, Erklärvideos und Blogartikel am besten. In der Consideration-Phase gewinnen Vergleiche, Checklisten und Fallstudien an Bedeutung, weil sie konkrete Ergebnisse zeigen. Zur Decision-Phase gehören Testimonials, Produktdemos und klare Preisangaben. Auch das richtige Format zählt: Ein langer Fachartikel wirkt in der Awareness-Phase oft abschreckend, während er in der Consideration-Phase genau die Tiefe liefert, die für eine Entscheidung gebraucht wird.

  • Awareness: Ratgeber und Erklärvideos
  • Consideration: Vergleiche und Fallstudien
  • Decision: Testimonials und Produktdemos
  • Immer passend zur Suchintention texten

Buyer Journey und Sales Funnel zusammen denken

Die Buyer Journey beschreibt die Gedanken der Kundin oder des Kunden, der Sales Funnel dagegen die internen Schritte im Unternehmen, um daraus einen Lead und später einen Kunden zu machen. Beide Modelle greifen ineinander: Jede Funnel-Stufe sollte zu einer Phase der Buyer Journey passen, sonst entsteht ein Bruch in der Kommunikation. Fehlt diese Abstimmung, entstehen doppelte Botschaften oder Lücken, in denen Interessenten das Interesse verlieren, weil niemand den nächsten passenden Schritt anbietet.

  • Funnel-Stufen an Journey-Phasen spiegeln
  • Übergänge zwischen Content-Formaten glätten
  • Vertrieb früh in den Content einbinden
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Typische Stolperfallen entlang der Buyer Journey

Viele Unternehmen konzentrieren ihren Content fast ausschließlich auf die Decision-Phase, weil dort der Kauf am greifbarsten wirkt. Dadurch bleibt die Awareness-Phase leer, und potenzielle Kundinnen und Kunden finden die Marke erst gar nicht, wenn sie ihr Problem noch nicht klar benennen können. Ein weiterer Stolperstein ist eine Buyer Journey, die für alle Personas identisch aussieht, obwohl unterschiedliche Zielgruppen völlig unterschiedliche Fragen und Einwände mitbringen. Auch fehlende Übergänge zwischen den Phasen kosten Reichweite, etwa wenn ein Ratgeberartikel keinen Hinweis auf einen passenden Vergleich oder eine Fallstudie enthält und Leserinnen und Leser danach einfach abspringen. Wer diese Muster erkennt, kann Content gezielt nachschärfen, statt Budget in dieselben Lücken zu stecken.

  • Nur auf Decision-Phase fokussieren
  • Gleicher Content für alle Personas
  • Fehlende Übergänge zwischen den Phasen
  • Keine klare nächste Handlung anbieten

Buyer Journey und Customer Journey im Vergleich

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber nicht exakt dasselbe. Die Buyer Journey konzentriert sich auf den Weg bis zur Kaufentscheidung, während die Customer Journey auch die Zeit nach dem Kauf einbezieht, etwa Nutzung, Support und mögliche Weiterempfehlung. Wer nur die Buyer Journey betrachtet, verpasst leicht Chancen, aus einem einmaligen Käufer eine langfristig treue Kundin oder einen treuen Kunden zu machen.

In der Praxis lohnt sich deshalb ein Blick über den Kaufabschluss hinaus: Welche Fragen entstehen direkt nach dem Kauf, und welcher Content beantwortet sie, bevor Unsicherheit oder Enttäuschung entstehen können. Genau an dieser Stelle beginnt die Customer Journey dort, wo die klassische Buyer Journey endet.

Auch Treueprogramme und Bestandskundenangebote lassen sich sinnvoll zwischen beiden Modellen verankern, weil sie genau an der Nahtstelle wirken, an der die klassische Buyer Journey endet und die längerfristige Kundenbeziehung beginnt. Wer diese Übergabe bewusst gestaltet, verhindert, dass frisch gewonnene Kundinnen und Kunden nach dem Kauf plötzlich ohne weitere Ansprache bleiben.

  • Buyer Journey endet meist am Kauf
  • Customer Journey reicht darüber hinaus
  • Phase nach dem Kauf oft vergessen
  • Content für Nachkaufphase einplanen

Content-Formate messbar an der Journey ausrichten

Wer Content entlang der Buyer Journey plant, sollte auch die Erfolgsmessung entsprechend anpassen. Ein Ratgeberartikel in der Awareness-Phase wird sinnvoll an Reichweite und Verweildauer gemessen, während Inhalte in der Decision-Phase eher an Anfragen oder direkten Abschlüssen bewertet werden sollten. Auch automatisierte Formate wie ein E-Mail Funnel lassen sich gezielt auf einzelne Journey-Phasen abstimmen, statt allen Empfängern dieselbe Nachricht zu senden.

Ohne diese Differenzierung fließen Erfolge und Misserfolge einzelner Phasen in eine einzige, wenig aussagekräftige Gesamtzahl. Wer die Messung dagegen phasengenau aufschlüsselt, erkennt viel schneller, an welcher Stelle der Journey tatsächlich nachgebessert werden muss.

Eine besondere Herausforderung bleibt dabei die Zuordnung von Erfolgen zu einzelnen Phasen, weil ein Kaufabschluss selten allein auf den letzten Kontaktpunkt zurückzuführen ist. Modelle zur Attribution helfen, den Beitrag früherer Phasen sichtbar zu machen, auch wenn eine hundertprozentig genaue Zuordnung in der Praxis kaum erreichbar ist.

  • Erfolgsmessung je Journey-Phase anpassen
  • Reichweite für frühe Phasen zählen
  • Abschlüsse für späte Phasen zählen
  • E-Mail-Automation phasengenau aussteuern

Über den Autor Chefredaktion
Stephan M. Czaja

Unternehmer, Nerd und Coder mit Liebe für Marketing, Ads, Creatives und Kampagnen. Schreibe, seit ich denken kann — über alles, was zählt.