Direktnachricht (DM) – Persönliche Nachrichten auf sozialen Netzwerken

Eine Direktnachricht ist die unmittelbare private Nachricht zwischen einem Sender und einem Empfänger. Direkte Nachrichten sind dementsprechend umgangssprachlich private Nachrichten. Nachrichten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Direct messages gibt es auf allen verschiedenen Plattformen, Facebook, YouTube, Instagram, Snapchat und viele andere.

Geschichte des Kommunikationsmodells

Das Sender-Empfänger-Modell spricht in seiner theoretischen Annahme davon, dass in den Zeiten vor dem Internet bzw. kurz vorher auch bei sogenannten Mitmach-Radios, Botschaften stets von einer Person ausgingen, an viele Personen. Die Beziehung ist also 1:m. Durch die revolutionären Änderungen des World Wide Webs, damals übrigens in Cern erfunden, haben sich diese Sender-Empfänger-Modelle grundlegend verändert. Heute kann jeder zum Sender werden, durch das einfache System, so wie z.B. soziale Netzwerke. Jeder kann sich heutzutage selbst einen Blog einrichten oder selbstständig Videos drehen und diese veröffentlichen, so selbst zum Fernsehsender werden. Schöne neue Welt! Jetzt sieht das Sender-Empfänger-Modell nicht mehr eine Beziehung von 1:m vor sondern m:n.

Kommunikation ist so allgegenwärtig geworden, dass sich das Kommunikationsmodell komplett geändert hat. Trotzdem legen wir alle immer noch Wert auf Privatsphäre, genau dafür wurden die Direktnachrichten erfunden.

Direktnachrichten in sozialen Netzwerken

Das Senden einer solchen direkt die Nachricht ist sehr einfach. Jeder hat einen eigenen Account, sein Social Media Profil. Auf diesem Social Media Profil findet man meistens den Newsstream, hier sind alle neuen Medieninhalte des Benutzers gesammelt und archiviert, auch immer einen Kontakt Button. Bei dem einen heißt es Instamessage, bei Facebook heißt es direct message und so hat jedes System seinen eigenen Namen für Direktnachrichten.

Kritik am Datenschutz von privaten Nachrichten

Seit dem großen Datenskandal von Facebook und Cambridge Analytics, sind soziale Netzwerke in der Kritik. In den neuesten Meldungen aus den USA geht es nun auch darum, dass eine stets beteuerte Regel gebrochen wurde. Denn nicht nur die demographischen Daten von bestimmten Gruppen wurden wohl verkauft, sondern auch Inhalte von privaten Nachrichten. Lesen Sie hier mehr zum Datenskandal und Datenverkauf.

Der Verkauf von privaten Nachrichten Inhalten ermöglicht großen Unternehmen Interessen noch bestimmter zu filtern. Wenn ich z.B. am Abend mit meiner Freundin schreibe und über Serien spreche, können die Algorithmen sehr einfach erkennen, was ich zurzeit am meisten diskutiere. Bei meinem nächsten Besuch auf dem Video Streaming Portal oder dem Musik Onlineshop, habe ich dann direkt die passenden Angebote. Die Kritik die sich hierraus ergibt, je mehr meine Daten vor gefiltert werden, desto weniger stoße ich auf Neues. Für mich wird also auf ewig durchgekaut, was ich ohnehin schon mag. Dadurch geht ein Stück der Informationspluralität verloren.

Sie sehen, wie komplex Kommunikation, aber auch die Struktur hinter der Kommunikation ist. Informationsmonopole sind entstanden, wurden im Sender-Empfänger-Modell gekippt und nun etabliert sich ein neuer Sender, der ganz unterbewusst sendet, durch Werbeanzeigen oder eben auch vorgeschlagene Filme und Musik aus Daten von privaten Nachrichten. Wenn aus Musik und Videos Politik wird, stehen wir vor dem nächsten großen Skandal.

Persönliche Nachrichten in sozialen Netzwerken

  • Mittlerweile kann man auf jedem sozialen Netzwerk private Nachrichten mit anderen Usern schreiben
  • Das Kommunikationsmodell hat seit des Internets eine radikale Veränderung durchgemacht, heute gibt es nicht nur einen Sender, sondern durch die sozialen Netzwerke kann jeder zum Sender für viele Empfänger werden
  • Um die Privatsphäre zu schützen wurden die Direktnachrichten eingeführt
  • Aber auch hierbei wird Kritik ausgeübt: zum Beispiel gehen Algorithmen durch private Nachrichten und nutzen diese um Werbung an den Nutzer anzupassen
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