Troll: Social Media Hate Speech & Shit Storm

Ein sogenannter Troll ist eine anonyme Person im Internet die durch eine hohe Zahl von negativen und kritischen Kommentaren auffällt. Das sogenannte Trolling hat es sogar zu einem feststehenden Begriff geschafft. Das Ziel der Trolle ist dabei die Diffamierung von Personen oder Unternehmen, Ideen, Projekten, sogar Länder. In Russland gibt es ganze Trollfabriken, Häuser in denen Beschäftigte arbeiten, die gezielt die Meinung der Menschen beeinflussen durch eine hohe Zahl von Kommentaren.

Wie geht ein Troll vor? Trollfabriken

Abseits vom Einzel arbeitenden treu, im Kinderzimmer oder auch der alte Mann auf dem Sofa, gibt es professionelle Trollfabriken. Zunächst ist es für einen Troll wichtig, verschiedene Accounts zu haben. Schließlich muss alles echt aussehen und natürlich müssen die geposteten Inhalte auch gelikt und wiederum von vermeintlich dritten kommentiert werden. Wenn eine Person 30-40 Account betreut und 10 Personen zusammenarbeiten, kommen Sie schnell auf eine Menge von 300, 400 Accounts die überproportional aktiv sind. Obwohl die Anzahl nicht extrem hoch ist, ist ihr Einfluss groß. Normale Nutzer veröffentlichen ein paar Postings am Tag, maximal. Da zugehört vielleicht ein Instagram Foto, 3,4 Stories und vielleicht wird etwas auf Facebook geteilt. Troll hingegen veröffentlichen den ganzen Tag Kommentare, suchen sich gezielt Fan Seiten, Profile wurde auch Gruppen. Ständig wird etwas Neues negativ bewertet, kritische Zeitungsartikel werden geteilt und natürlich YouTube Videos. Durch die extrem hohe Masse an Veröffentlichungen, bekommt ihre Meinung eine sehr hohe Präsenz. Außerdem machen sie kaum Pause, während der normale Nutzer auch mal für vier oder fünf Tage offline ist und nichts Neues veröffentlicht, produzieren sie täglich neue Inhalte. Trolle sind ein extrem wichtiges Thema geworden, gerade Nachrichten sind als Thema sehr interessant – in Dänemark nahm sich eine bekannte Sportlerinnen das Leben. Daraus machte sogar eine der größten Serien dieser Welt, South Park, eine eigene Sendung. Hate Speech, Hass Rede im Internet, ist zu einem echten Problem geworden. Insbesondere für Personen, die das digitale Leben als sehr real empfinden, weniger Selbstvertrauen oder gesellschaftliche Beziehungen haben. Abseits der privaten Hate Speech sind Trollfabriken weltweit problematisch. Denn nicht einmal vor politischen Wahlen wird halt gemacht.

Soziale Netzwerke reagieren darauf eher passiv. Zwar gibt es Algorithmen und eine menschliche Überprüfung von kritischen Inhalten, Fred Sensoren bekommen aber stündlich bis zu 4.000 Medien zur Bewertung. Für ein einzelnes Bild oder einen Kommentar bleibt oft nur ein Bruchteil einer Sekunde. 4.000 Medien? Das hört sich zunächst hier an, realistisch werden aber alleine auf YouTube jede Minute über 1.000 Stunden Video Material hochgeladen. Dementsprechend ist die menschliche Kontrolle, im Anschluss an die Bewertung des Algorithmus, er stichprobenartig. Deshalb haben Nutzer in sozialen Netzwerken zusätzlich die Möglichkeit anstößige Inhalte zu melden. Wenn genug Nutzer auf einen Kommentar in dieser Form reagiert haben, wird dieser geprüft. Während dieses Prozesses hat der Troll aber höchstwahrscheinlich schon wieder zehn neue Postings veröffentlicht. Es bleibt also ein ewiges Katz-und-Maus-Spiel.

Was tun wenn man getrollt wird? Krisenmanagement

Wenn wir als Social Media Berater gebucht werden, beantworten wir die Frage Trolle, Shitstorm, Hate Speech am liebsten damit: wenn wir in ihrem Vorgarten wären, würden sie das tolerieren? Nein. Genauso sollten Sie auch in sozialen Netzwerken Vorgehen, konsequent melden und löschen. Konstruktive Kritik sollte natürlich immer berücksichtigt werden, unbegründete negative und kritische Kommentare werden dementsprechend konsequent und sofort gelöscht.

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